Konferenz der Vögel
Konferenz der Vögel

Aussprache:
arabisch:
منطق الطير
persisch:
منطق‌الطیر
englisch:
The Conference of the Birds

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Die Erzählung mit dem Titel "Konferenz der Vögel" gilt als das bekannteste Werke von Faridudin Attar.

Der deutsche Titel wird zumeist mit dem Artikel versehen "Die Konferenz der Vögel" [mantiq ut-tair]. Dieses Epos berichtet von Tausenden von Vögeln die sich auf die Suche begeben, einen König für ihr Königreich zu finden. Der Inhalt der Geschichte lautet verkürzt:

Einst versammelten sich alle Vögel der Welt, um über ihr Leben und ihre Unruhe zu sprechen. Jeder fühlte, dass etwas fehlte — ein wahrer König, ein Ziel, ein Sinn. Da trat der Wiedehopf hervor, der weise, vielgereiste Vogel. Er sagte:

„Wir haben einen König, den wir vergessen haben. Er heißt Simurgh, und er wohnt jenseits der Berge, im Land des Geheimnisses. Wer ihn findet, findet sich selbst.“

Die Vögel waren begeistert, doch bald regten sich Ausreden. Der Nachtigall sagte: „Meine Liebe zur Rose hält mich gefangen.“ Der Papagei hoffte auf Unsterblichkeit, ohne Mühe. Der Pfau sehnte sich nur zurück ins verlorene Paradies. Der Falke prahlte mit Nähe zu irdischen Königen. Der Reiher klagte über seine Traurigkeit. Der Sperling fürchtete die Mühen des Weges usw.

Der Wiedehopf hörte sie alle an und entgegnete: „Eure Gründe sind Fesseln. Wer zum wahren König will, muss sein Ich zurücklassen.“ So machten sie sich schließlich auf den Weg — durch sieben Täler, die Täler der Suche, der Liebe, der Erkenntnis, der Unabhängigkeit, der Einheit, des Staunens und der Armut und Auslöschung.

Jedes Tal forderte sie: Manche starben in Sehnsucht, manche gaben auf, manche verschwanden in Wundern. Von Tausenden überlebten nur dreißig Vögel den Weg. Erschöpft gelangten sie an das Tor des Simurgh. Doch dort fanden sie keinen König vor — nur einen Spiegel aus Licht. Und in diesem Licht sahen sie plötzlich sich selbst.

Attar benutzt dabei ein Wortspiel, denn der Name des Vogelkönigs „Simurgh“ bedeutet im Persischen „dreißig Vögel“, wenn man es in zwei Worten „si murgh“ schreibt. So stellen die Vögel fest, dass sie allesamt nur Teil eines ganzen Einheitlichen sind. Der König, den sie suchten, war nie getrennt von ihnen. Durch den Weg, durch das Abschütteln aller Illusionen, hatten sie das Ego verloren und ihre wahre Natur gefunden. Und so verstanden sie: Der, der sucht und der, den er sucht , sind im Innersten eins.“

Faridudin Attar beschreibt in erzählerischer Weise, dass Geist Gottes [ruhullah] im eigenen Herzen zu suchen ist und nicht in der Ferne.

In den Geschichten wird auch der Ursprung der Apfelschuss-Sage vermutet.

Die historischen Abschriften wurden mit vielen Illustrationen versehen, die heute in zahlreichen Museen ausgestellt sind.

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