.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Dipl.-Ing. Mohammed Heinrich Krüger war einer der prominenten
deutschen
Muslime im 20. Jh.n.Chr. in Deutschland.
Heinrich Krüger ist am 13.4.1963 in Niedersachsen geboren
und studierte in den 1980er Jahren Maschinenbau
an der Technischen Universität Clausthal, wo er unter anderem Gürhan Özoguz und
Mohammad-Ali Ramin kennengelernt hat. Nach einem privaten
Schicksalsschlag (sein Freund starb bei einem
Motorradunfall) und intensiven Gesprächen mit seinem
Kommilitonen entschied er für sich, den
Islam
anzunehmen. Wenige Jahre später heiratete er eine iranische
Muslima. Das Ehepaar bekam zwei Söhne. Da die Familie seiner
Braut aus
Maschhad kam, reiste er nach der Heirat regelmäßig zum
Imam Ridha Mausoleum.
Bereits während seines Studiums, aber vor allem danach,
engagierte sich Mohammed Krüger intensiv für den
Islam.
Durch seine Persischkenntnisse war er immer wieder als
Vermittler und Übersetzer tätig. Er war unter anderem
Gründungsmitglied des
Islamischen Weg e.V. Er war unter anderem der erste
Chorleiter des Vereins und hat unter anderem bei der ersten
Version des Liedes
Jeder Tag ist Aschura und jeder Ort ist Kerbela (Trauerlied)
mitgesungen.
Sein beruflicher Werdegang als
Dipl.-Ing. und hochqualifizierter Statiker führte dazu, dass
er über Bremen und Delmenhorst nach Hamburg gezogen ist, wo er
zu einem aktiven Mitglied des
Islamischen Zentrums Hamburg wurde. Er hat dort unter
anderem seine eigene deutschsprachige Jugendgruppe aufgebaut,
der er die Befreiungstheologie des
Islam
nahe gebracht hat. Er engagierte sich unter anderem bei den
jährlichen
Islamischen Tagungen deutschsprachiger Muslime (IT) und
half bei
Al-Fadschr mit. Zu allen Zeiten hat er zudem Studenten
seiner Fachrichtungen beim Studium geholfen.
Er musste entsetzt miterleben, wie das
Islamische Zentrum Hamburg im Sommer 2024 n.Chr. verboten
worden ist. Damals litt er bereits seit einigen Jahren an
einer immer wiederkehrenden schweren Krankheit, die seine
Aktivitäten zunehmend eingeschränkt haben. Am 20. Oktober
2025, als absehbar wurde, dass nur noch eine Wunderheilung zur
Genesung führen kann, und er kaum noch reisefähig war, reiste
er auf eigene Kosten mit einem aufwendigen Patientenflieger
nach
Maschhad, um entweder durch ein
Wunder
zu genesen oder aber in der Nähe vom
Imam Ridha Mausoleum zu sterben und beigesetzt zu werden.
Das wäre ihm als deutscher Staatsbürger sonst nicht möglich
gewesen.
Er starb am 5. Bahman 1404 (persischer Kalender, entspricht
25.1.2026) in
Maschhad und wurde am Tag darauf, am Montag, 6. Bahman
1404 (26.1.2026), am
Imam Ridha Mausoleum vorbeigeführt und im Anschluss auf
dem Friedhof
Behescht-e Dschwad Aimma beigesetzt.
Wiederum tags darauf fand eine Gedenkveranstaltung in der
Quba-Moschee in
Maschhad statt.
