M.H. Krüger
Mohammed Heinrich Krüger

Aussprache: muhammad haaynrich kruughar
arabisch:
محمد هاينريش كروغر
persisch:
محمد هاينريش کروگر
englisch:
Mohammed Heinrich Kruger

27.11.1382 - 6.8.1447 n.d.H.
13.4.1963 - 25.1.2026 n.Chr.

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Dipl.-Ing. Mohammed Heinrich Krüger war einer der prominenten deutschen Muslime im 20. Jh.n.Chr. in Deutschland.

Heinrich Krüger ist am 13.4.1963 in Niedersachsen geboren und studierte in den 1980er Jahren Maschinenbau an der Technischen Universität Clausthal, wo er unter anderem Gürhan Özoguz und Mohammad-Ali Ramin kennengelernt hat. Nach einem privaten Schicksalsschlag (sein Freund starb bei einem Motorradunfall) und intensiven Gesprächen mit seinem Kommilitonen entschied er für sich, den Islam anzunehmen. Wenige Jahre später heiratete er eine iranische Muslima. Das Ehepaar bekam zwei Söhne. Da die Familie seiner Braut aus Maschhad kam, reiste er nach der Heirat regelmäßig zum Imam Ridha Mausoleum.

Bereits während seines Studiums, aber vor allem danach, engagierte sich Mohammed Krüger intensiv für den Islam. Durch seine Persischkenntnisse war er immer wieder als Vermittler und Übersetzer tätig. Er war unter anderem Gründungsmitglied des Islamischen Weg e.V. Er war unter anderem der erste Chorleiter des Vereins und hat unter anderem bei der ersten Version des Liedes Jeder Tag ist Aschura und jeder Ort ist Kerbela (Trauerlied) mitgesungen.

Sein beruflicher Werdegang als Dipl.-Ing. und hochqualifizierter Statiker führte dazu, dass er über Bremen und Delmenhorst nach Hamburg gezogen ist, wo er zu einem aktiven Mitglied des Islamischen Zentrums Hamburg wurde. Er hat dort unter anderem seine eigene deutschsprachige Jugendgruppe aufgebaut, der er die Befreiungstheologie des Islam nahe gebracht hat. Er engagierte sich unter anderem bei den jährlichen Islamischen Tagungen deutschsprachiger Muslime (IT) und half bei Al-Fadschr mit. Zu allen Zeiten hat er zudem Studenten seiner Fachrichtungen beim Studium geholfen.

Er musste entsetzt miterleben, wie das Islamische Zentrum Hamburg im Sommer 2024 n.Chr. verboten worden ist. Damals litt er bereits seit einigen Jahren an einer immer wiederkehrenden schweren Krankheit, die seine Aktivitäten zunehmend eingeschränkt haben. Am 20. Oktober 2025, als absehbar wurde, dass nur noch eine Wunderheilung zur Genesung führen kann, und er kaum noch reisefähig war, reiste er auf eigene Kosten mit einem aufwendigen Patientenflieger nach Maschhad, um entweder durch ein Wunder zu genesen oder aber in der Nähe vom Imam Ridha Mausoleum zu sterben und beigesetzt zu werden. Das wäre ihm als deutscher Staatsbürger sonst nicht möglich gewesen.

Er starb am 5. Bahman 1404 (persischer Kalender, entspricht 25.1.2026) in Maschhad und wurde am Tag darauf, am Montag, 6. Bahman 1404 (26.1.2026), am Imam Ridha Mausoleum vorbeigeführt und im Anschluss auf dem Friedhof Behescht-e Dschwad Aimma beigesetzt. Wiederum tags darauf fand eine Gedenkveranstaltung in der Quba-Moschee in Maschhad statt.

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