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Ayatollah Muhammad Sadiq Laridschani (zuweilen Sadegh
geschrieben) war in der Zeit 15.8.2009 bis 7.3.2019 Oberster Richter der
Islamischen Republik Iran.
Sadiq Laridschani ist im März 1960 in
Nadschaf als Sohn von
Mirza Haschim Amuli geboren.
Seit 2001 ist er Mitglied des
Wächterrats und wurde am 15.8.2009 von
Imam
Chamenei zum Obersten Richter der
Islamischen Republik Iran ernannt als Nachfolger von
Ayatollah Schahroudi und blieb in diesem Amt bis zum
7.3.2019. In seiner Amtszeit konnte er die Korruption im Land
nicht in dem Maß bekämpfen und reduzieren, wie es
Imam
Chamenei gewünscht hätte. Ayatollah Laridschani wurde von
Ayatollah Sayyid Ibrahim Raisi im Amt des Obersten
Richters abgelöst.
Sadiq Laridschani begann seine religiösen Studien 1977 in
Qum
und lehrte frühzeitig Philosophie an der Theologischen
Hochschule. Er ist Mitglied verschiedener Lehrorganisationen.
Er ist auch bekannt für seine acht Werke, die er über die
Schia geschrieben hat. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag
in der Analyse der kulturellen Invasion durch die
Westliche Welt und die notwendigen Abwehrmaßnahmen
dagegen.
Im Jahre 1992 verfasste Sadiq Laridschani ein Buch zur
Widerlegung von Abdolkarim Sorusch. In dieser Widerlegung mit
dem Titel „Religiöse Erkenntnis“ (Maʿrefat-e dīnī) wies er vor
allem Soruschs Theorie von der Wandelbarkeit der religiösen
Erkenntnis zurück.
Sadiq Laridschani ist der Schweigersohn von
Ayatollah Husain Wahid Chorasani und der jüngere Bruder des langjährigen iranischen
Parlamentspräsidenten
Ali Laridschani.

Ayatollah Sadiq Laridschani (Mitte) zusammen mit
Imam
Chamenei (links) und
Ayatollah Sayyid Ibrahim Raisi (rechts)