Sadiq Laridschani
Sadiq Laridschani

Aussprache: saadiq laaridschaaniy
arabisch:
صادق لاریجاني
persisch:
صادق لاریجانی
englisch:
Sadegh Larijani

3.1960 - heute n.Chr.

Bild: 2009 n.Chr.

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Ayatollah Muhammad Sadiq Laridschani (zuweilen Sadegh geschrieben) war in der Zeit 15.8.2009 bis 7.3.2019 Oberster Richter der Islamischen Republik Iran.

Sadiq Laridschani ist im März 1960 in Nadschaf als Sohn von Mirza Haschim Amuli geboren. Seit 2001 ist er Mitglied des Wächterrats und wurde am 15.8.2009 von Imam Chamenei zum Obersten Richter der Islamischen Republik Iran ernannt als Nachfolger von Ayatollah Schahroudi und blieb in diesem Amt bis zum 7.3.2019. In seiner Amtszeit konnte er die Korruption im Land nicht in dem Maß bekämpfen und reduzieren, wie es Imam Chamenei gewünscht hätte. Ayatollah Laridschani wurde von Ayatollah Sayyid Ibrahim Raisi im Amt des Obersten Richters abgelöst.

Sadiq Laridschani begann seine religiösen Studien 1977 in Qum und lehrte frühzeitig Philosophie an der Theologischen Hochschule. Er ist Mitglied verschiedener Lehrorganisationen. Er ist auch bekannt für seine acht Werke, die er über die Schia geschrieben hat. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Analyse der kulturellen Invasion durch die Westliche Welt und die notwendigen Abwehrmaßnahmen dagegen.

Im Jahre 1992 verfasste Sadiq Laridschani ein Buch zur Widerlegung von Abdolkarim Sorusch. In dieser Widerlegung mit dem Titel „Religiöse Erkenntnis“ (Maʿrefat-e dīnī) wies er vor allem Soruschs Theorie von der Wandelbarkeit der religiösen Erkenntnis zurück.

Sadiq Laridschani ist der Schweigersohn von Ayatollah Husain Wahid Chorasani und der jüngere Bruder des langjährigen iranischen Parlamentspräsidenten Ali Laridschani.

Ayatollah Sadiq Laridschani (Mitte) zusammen mit Imam Chamenei (links) und Ayatollah Sayyid Ibrahim Raisi (rechts)

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