Luhrasp
Luhrasp

Aussprache: luhraasb
arabisch:
لهراسب
persisch:
لهراسپ
englisch:
Lohrasp

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Luhrasp, zuweilen Lorasp geschrieben, ist eine Gestalt aus dem Schahname. Gemäß Ferdowsi ist er der Nachfolger auf dem Thron von Kai Chosrau.

In der zeichnerischen Schule von Herat wurde 1429 n.Chr. eine Zeichnung angefertigt, in der Luhrasp das Verschwinden von Kai Chosrau mitgeteilt wird (siehe unten). Zuvor hatte Kai Chosrau seinen Nachfolger bereits bekannt gegeben und war danach in die Berge aufgebrochen, von denen er nicht wieder kam. Luhrasp soll eine besondere Beziehung zu Zaroastriern gehabt haben und baut einen Tempel in Balch.

Luhrasps Sohn hieß Guschtasp (Goschtasp/Vischtaspa), der in der zoroastrischen Überlieferung wichtig ist, und wird sein Nachfolger auf dem Thron. Luhrasp ist auch als Kay Luhrasp bekannt.

Im Schahname spielt Luhrasp keine besondere Rolle außer als Übergangskönig. Seine Funktion ist eher dynastisch und überleitend. Am Ende der großen Iran–Turan-Konflikte zieht sich Kay Chosrau aus der Königsherrschaft zurück und bestimmt Lohrasp zu seinem Nachfolger. Manche beschreiben Lohrasps Thronbesteigung als Einschnitt, der in Handschriften oft den Beginn der „zweiten Hälfte“ des Schahname markiert. Mit ihm beginnt im Epos die Herrscherlinie, die zu Goschtasp und Esfandiyar führt. Das ist wichtig, weil Esfandiyar später eine der zentralen tragischen Figuren des Schahname wird.

Ein wichtiger Erzählaspekt ist, dass Goschtasp die Nachfolge begehrt, Luhrasp ihm diese aber zunächst nicht überlässt. Daraufhin verlässt Goschtasp Iran und geht nach Rum (Byzanz). Dieser Vater-Sohn-Konflikt bereitet die spätere Goschtasp-Erzählung vor. Luhrasp selbst ist nicht der große Glaubenskönig, aber seine Linie führt zu Goschtasp, der in der zoroastrischen Tradition mit der Annahme Zarathustras verbunden ist.

Aus einem deutschen Buch von 1944 n.Chr.

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