Marus
Marun (Fluss)

Aussprache: maaruus
arabisch:
نهر مارون
persisch:
 رودخانه مارون
englisch: Maroun river

Foto: Irankultur (2022 n.Chr.)

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Der Marun ist ein Fluss in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Iran.

Er entspringt im Zagros-Gebirge, vor allem im Gebiet der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad und mündet in den Karun, kurz bevor dieser selbst in den Arvand Rud (auch Schatt al-Arab) mündet. Das Wasser des Marun wird seit dem 20. Jh. n.Chr. im nördlichen Vorland der dynamisch wachsenden Großstadt Chorramschahr intensiv zu Bewässerungszwecken in der Landwirtschaft genutzt.

In der Antike hieß dieser Fluss vermutlich Arosis, er bildete auf Grund seiner Größe eine natürliche Grenze zwischen Elam (dem heutigen Chuzestan) und der Persis (der heutigen Provinz Fars).

Die Marun-Talsperre liegt etwa 19 km nördlich von Behbahan. Der Staudamm ist 165 m hoch und damit der zweithöchste Felsschüttdamm im Iran.

Das Volumen des Stausees beträgt 1200 Millionen m³, das Volumen des Staudamms wird mit 8,59 Mio. m³ angegeben. Die Hochwasserentlastung am rechten Widerlager des Staudamms hat eine Kapazität von 10.800 m³/s. Die Leistung des Wasserkraftwerks wird unterschiedlich mit 75 oder 150 Megawatt angegeben.

Für Chuzestan ist der Marun wichtig, weil er Wasser in ein ohnehin wasserpolitisch sensibles Gebiet bringt. Hydrologisch ist der Marun eng mit dem Jarrāhī-System verbunden. Fachquellen zu den Süßwasserfischen Irans nennen den Marun einen wichtigen Zufluss des Dscharrahi; Marun und Dscharrahi speisen gemeinsam die Schadegan-Sümpfe, eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Irans.

Einige Studien geben die Länge des Marun mit ungefähr 280 km an: etwa 150 km von der Quelle bis zum Marun-Damm und etwa 130 km vom Damm bis zum Dscharrahi-System. Diese Zahlen sind je nach Abgrenzung des Flussnamens etwas variabel, weil der Unterlauf teils als Dscharrahi bezeichnet wird.

Die Transkription des Namens [مارون] fkührt zu verschiedenen Schreibweisen: Marun, Maroun, Maaruun.

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