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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Der Marun ist ein Fluss in der Provinz
Chuzestan im Südwesten des
Iran.
Er entspringt im
Zagros-Gebirge, vor allem im Gebiet der Provinz Kohgiluyeh
und Boyer-Ahmad und mündet in den Karun, kurz bevor dieser
selbst in den Arvand Rud (auch Schatt al-Arab) mündet. Das
Wasser des Marun wird seit dem 20. Jh. n.Chr. im nördlichen
Vorland der dynamisch wachsenden Großstadt
Chorramschahr intensiv zu Bewässerungszwecken in der
Landwirtschaft genutzt.
In der Antike hieß dieser Fluss vermutlich Arosis, er
bildete auf Grund seiner Größe eine natürliche Grenze zwischen
Elam (dem heutigen
Chuzestan) und der Persis (der heutigen Provinz
Fars).
Die Marun-Talsperre liegt etwa 19 km nördlich von Behbahan.
Der Staudamm ist 165 m hoch und damit der zweithöchste
Felsschüttdamm im
Iran.
Das Volumen des Stausees beträgt 1200 Millionen m³, das
Volumen des Staudamms wird mit 8,59 Mio. m³ angegeben. Die
Hochwasserentlastung am rechten Widerlager des Staudamms hat
eine Kapazität von 10.800 m³/s. Die Leistung des
Wasserkraftwerks wird unterschiedlich mit 75 oder 150 Megawatt
angegeben.
Für
Chuzestan ist der Marun wichtig, weil er Wasser in ein
ohnehin wasserpolitisch sensibles Gebiet bringt. Hydrologisch
ist der Marun eng mit dem Jarrāhī-System verbunden.
Fachquellen zu den Süßwasserfischen Irans nennen den Marun
einen wichtigen Zufluss des Dscharrahi; Marun und Dscharrahi
speisen gemeinsam die Schadegan-Sümpfe, eines der
bedeutendsten Feuchtgebiete Irans.
Einige Studien geben die Länge des Marun mit ungefähr 280
km an: etwa 150 km von der Quelle bis zum Marun-Damm und etwa
130 km vom Damm bis zum Dscharrahi-System. Diese Zahlen sind
je nach Abgrenzung des Flussnamens etwas variabel, weil der
Unterlauf teils als Dscharrahi bezeichnet wird.
Die Transkription des Namens [مارون] fkührt zu
verschiedenen Schreibweisen: Marun, Maroun, Maaruun.