Mehmed Şefik
Mehmed Schevki (Şevki) Efendi

Aussprache: muhammad schauqiy afandiy
arabisch:
محمد شوقي أفندي
persisch:
محمد شوکی افندی
englisch:
Mehmed Shefik

??? - ??? n.d.H.
1829 - 1887 n.Chr.

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Mehmed Schevki (Şevki) Efendi, auch bekannt als Muhammad Schauqiy Efendi, war ein berühmter Künstler der Kalligraphie unter den Osmanen im 19. Jh. n.Chr.

Er ist bekannt als Hattat Şevki Efendi und gilt als der letzte große klassische Meister der Nasch Schrift. Daneben beherrschte er auch die Thuluth Schrift. Er war ein zertifizierter Meister der osmanischen Schule und ein Schlüsselname der Kalligrafiegeschichte.

Er ist 1829 in Kastamonu geboren und ist 1887 in Istanbul gestorben. und war der Sohn von Ahmad Agha aus Tajc. Er wurde in jungen Jahren nach Istanbul geschickt, wo er von seinem Onkel Mehmed Hulûsi Efendi (gest. 1894 n.Chr.) ausgebildet wurde.

Er erhielt seine kalligrafische Ausbildung in der klassischen osmanischen Meşk-Tradition. Seine Lehrerlinie führt über die große Şeyh-Hamdullah-Tradition, vermittelt durch die Meister des 18./19. Jh.n.Chr. Er wurde in den Thuluth Schrift und Nasch-Schrift geschult ausgebildet und erhielt mit 14 Jahren sein Diplom (Idschāza). Mit der Zeit entwickelte er seinen eigenen Stil und gilt als letzter Kalligraf, der die Thuluth Schrift und Nasch-Schrift weiterentwickelt hat. Er bildete viele Schüler aus und unterrichtete auch die Söhne von Sultan Abdülhamid II.

Mehmed Şevki Efendi wird häufig bezeichnet als „der letzte Vollender der klassischen Nasch Schrift“. Als Merkmale seines Stils gelten außergewöhnliche Lesbarkeit, perfekte Proportion, ruhiger, ausgewogener Duktus und keine Überornamentierung. Viele spätere Kalligrafen orientieren sich direkt oder indirekt an seinem Nasch-Stil.

Er schrieb 25 Exemplare des Heiligen Quran und schrieb auch viele persönliche Gebetsbücher. Er verfasste auch ein umfangreiches Werk über Kalligraphie.

Er bildete zahlreiche Schüler aus. Seine Schüler wiederum prägten die letzte Phase der osmanischen Kalligrafie, bis ins frühe 20. Jh. n.Chr.

Er starb am 7. Mai 1887 an einem Schlaganfall und wurde neben seinem Onkel Hulusi Efendi auf dem Friedhof bei Merkez Efendi (Schrein und Moschee) beigesetzt. Er hinterließ drei Töchtern und einem Sohn.

Seiner Kalligrafie-Tafeln befindet sich unter anderem im Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara (siehe Fotos) und im Sakip Sabanci Museums (Sakıp Sabancı Müzesi) (siehe Fotos).

Er wird auch Mehmed Schevki (Şevki) Efendi geschrieben.

Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara
Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)

Handschrift von Mehmed Schewki Efendi im Sakip Sabanci Museums (Sakıp Sabancı Müzesi) (Foto Y.Özoguz 2016)

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