.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.Mesrop Maschtoz, auch Mesrop
Mashtots oder Mesrop Maschtoz und ähnlich geschrieben,
war ein armenischer Geistlicher und Entwickler des armenischen
Alphabets.
Er wurde um 362 n. Chr. in Hatsik (Hatsekats) in der heutigen Provinz
Musch im Osten der
Türkei geboren. Sein Geburtsort lag in der Nähe des altarmenischen
Ortes Aschtischat, an dem Gregor der Erleuchter Anfang des 4.
Jh. n.Chr. den ersten armenischen Kirchenbau gründete. Nach
einer Grundausbildung in Antiochien und einer Zeit als Soldat
im Dienste des armenischen Königs in Wagharschapat wurde
Mesrop Mönch und erhielt 392 n.Chr. die Priesterweihe.
Da keine Bibel
in armenischer Sprache zur Verfügung stand und die armenische
Sprache bis dahin keine Schriftsprache war, begann Mesrop mit
Hilfe anderer Gelehrter um das Jahr 405 n. Chr.* , ein 36-buchstabiges Alphabet für die
armenische Sprache zu entwickeln, das unter anderem auf dem
griechischen Alphabet beruhte. Später übersetzte er Teile der
Bibel von syrischen Texten zusammen mit dem Katholikos Sahak
(387–439 n.Chr.) und anderen in sein armenisches Alphabet. Die
erste armenische Bibel war 435 n.Chr. fertiggestellt. Zudem
beteiligte er sich maßgeblich an der Missionierung Armeniens.
Seine Entwicklung des armenischen Alphabets markiert einen
entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung der armenischen
Kultur und Identität, da sie die Grundlage für die
Aufzeichnung der armenischen Sprache und Literatur bildete.
Mesrops starb im Jahr 440 n. Chr. Sein Grabmal wird in der nach ihm benannten Kirche im
Dorf Oschakan (etwa 15 Kilometer nordwestlich von Jerewan)
verehrt. In der
Wank Kirche in Isfahan ist ihm zu Ehren eine Büste und
Gedenktafel aufgestellt. Sowohl in der ehemaligen Sowjetunion
als auch im unabhängigen Armenien wurden zu Mesrops Ehren
Briefmarken herausgegeben. Ein am 26. Juli 1993 gestifteter
Orden Armeniens ist der Orden des Heiligen Mesrop Maschtoz.
Mesrop Mashtots wird in Armenien hoch verehrt, nicht nur
als Erfinder des armenischen Alphabets, sondern auch als
Nationalheld und Förderer der armenischen Kultur und
Identität.

Büste und Gedenktafel in der
Wank Kirche in Isfahan
(Foto H.Özoguz, 2022 n.Chr.)