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Mirza Dschahangir Chan Qaschqai war einer der bedeutendsten
Philosophen, Mystiker und Lehrer des
Iran
im 19. Jh. n.Chr.
Er ist ca. 1820–1825 n.Chr. im Nomandenvolk der Stamm der
Qaschqai wahrscheinlich im Süden des
Iran
geboren. Sein Wirkungsort war
Isfahan, wobei er auf
Islamische Philosophie spezialisiert war. Er ist 1906
gestorben.
Dschahangir Chan entstammte keiner städtischen
Gelehrtenfamilie, sondern dem nomadischen Qaschqai-Stamm.
Seine frühe Bildung war begrenzt, und er trat erst relativ
spät in die formale Gelehrtenlaufbahn ein, ein Umstand, der
ihn im Klerus besonders macht. Sein Aufstieg beruhte
ausschließlich auf seiner außergewöhnlichen intellektueller
Begabung, seiner strenger Selbstdisziplin verbunden mit einer
asketisches Lebensführung.
Er studierte in
Isfahan. Dort wurde er tief geprägt von der Schule der
Islamischen Philosophie, wovon er zu einem der wichtigsten
Lehrer aufsteigen sollte. Er war sehr geprägt von
Avicenna,
Maqtul Suhrawardi und
Mulla
Sadra.
Dschahangir Chan verband logische Strenge, metaphysische
Tiefe und spirituelle Ernsthaftigkeit ohne spekulative
Ausschweifung. Philosophie war für ihn nicht Selbstzweck,
sondern Mittel zur Selbstvervollkommnung. Er lebte extrem
bescheiden und teils asketisch, trug einfache Kleidung und
vermied Nähe zu politischen Eliten. Er verkörperte den Typus
des weisen Philosophen, nicht des Hofgelehrten. Er hatte viele
später berühmte Schüler.
Er ist 1906 in
Isfahan gestorben.