Mirza Qaschqai
Mirza Dschahangir Chan Qaschqai

Aussprache: miyrzaa schahanghiyr chaan qaschqaa-iy
arabisch:
میرزا جهانغیرخان قشقایی
persisch:
میرزا جهانگیرخان قشقایی
englisch:
Mirza Jahangir Khan Qashqai

??? - ??? n.d.H.
1829/5 - 1906 n.Chr.

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Mirza Dschahangir Chan Qaschqai war einer der bedeutendsten Philosophen, Mystiker und Lehrer des Iran im 19. Jh. n.Chr.

Er ist ca. 1820–1825 n.Chr. im Nomandenvolk der Stamm der Qaschqai wahrscheinlich im Süden des Iran geboren. Sein Wirkungsort war Isfahan, wobei er auf Islamische Philosophie spezialisiert war. Er ist 1906 gestorben.

Dschahangir Chan entstammte keiner städtischen Gelehrtenfamilie, sondern dem nomadischen Qaschqai-Stamm. Seine frühe Bildung war begrenzt, und er trat erst relativ spät in die formale Gelehrtenlaufbahn ein, ein Umstand, der ihn im Klerus besonders macht. Sein Aufstieg beruhte ausschließlich auf seiner außergewöhnlichen intellektueller Begabung, seiner strenger Selbstdisziplin verbunden mit einer asketisches Lebensführung.

Er studierte in Isfahan. Dort wurde er tief geprägt von der Schule der Islamischen Philosophie, wovon er zu einem der wichtigsten Lehrer aufsteigen sollte. Er war sehr geprägt von Avicenna, Maqtul Suhrawardi und Mulla Sadra.

Dschahangir Chan verband logische Strenge, metaphysische Tiefe und spirituelle Ernsthaftigkeit ohne spekulative Ausschweifung. Philosophie war für ihn nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur Selbstvervollkommnung. Er lebte extrem bescheiden und teils asketisch, trug einfache Kleidung und vermied Nähe zu politischen Eliten. Er verkörperte den Typus des weisen Philosophen, nicht des Hofgelehrten. Er hatte viele später berühmte Schüler.

Er ist 1906 in Isfahan gestorben.

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