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Muhammad ibn Abdallah, bekannt als Molla Ismail (oder Mulla
Ismail) war ein herausragender osmanischen Kalligraphen aus
dem frühen 16. Jahrhundert.
Er war ein bedeutender osmanischer Hofkalligraf zur Zeit
von Sultan
Süleyman I., der 1520–1566 n.Chr. regiert hat.
Er gehört zur Spätzeit der Scheich Hamdullah-Schule, also
jener kalligrafischen Tradition, die ab dem späten 15. Jh.
unter Scheich Hamdullah (ca.1436–1520) entstand und den
osmanischen Stil prägte.
Muhammad ibn Abdallah erwarb sich Ruhm durch präzise
Anwendung der
Nasch-Schrift und der
Thuluth-Schrift, insbesondere in Manuskripten des
Heiligen Quran und offiziellen Dokumenten.
Sein aktives Schaffen wird in die Jahrzehnte um 1515 n.Chr.
eingeordnet, also unmittelbar nach dem Tod von Sheikh
Hamdullah, als die osmanische Schrifttradition fest etabliert
war. Seine exakten Lebensdaten sind nicht überliefert, doch
seine Werke sind aus der frühen Regierungszeit von Sultan
Süleyman I. erhalten.
Sein Stil steht in der Tradition von Hamdullah, wurde aber
durch nachfolgende Meister wie Hafiz Osman und Mustafa Raâkim
weiter verfeinert. Muhammad ibn Abdallāh gehört zur
Brückenphase in dieser kalligrafischen Entwicklung.
Seine Handschriften sind in zahlreichen Museen ausgestellt
wie seine Handschrift des
Fath al-Bari im
Museum für türkische und islamische Werke (siehe Foto).

Foto Y.Özoguz (2015 n.Chr.)I