.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Mostar-Brücke ist eine der berühmtesten Brücken und
Sehenswürdigkeiten in Südosteuropa – ein Symbol für kulturelle
Vielfalt,
osmanische Baukunst und auch für Zerstörung und
Wiederaufbau im 20. Jahrhundert.
Die Mostar-Brücke ist bekannt als Stari most („Alte
Brücke“) und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Stadtname
kommt von "Brückenwächter" (bosnisch: Mostar).
Die Brücke führt in
Mostar
über den Fluss Neretva. Sie wurde 1557–1566 n.Chr. unter
osmanischer Herrschaft erbaut. Architekt war Mimar
Hayruddin, ein Schüler von
Sinan.
Als Material Kalkstein (Tenelija) verwendet. Die Spannweite
beträgt ca. 28 Meter und die Höhe ca. 20 Meter über dem Fluss.
Der Bau erfolgte im Auftrag von Sultan
Süleyman I. Die Brücke gilt als technische und ästhetische
Meisterleistung ihrer Zeit. Sie war eine wichtige Verbindung
zwischen den beiden Stadtteilen
Mostars:
dem
christlich geprägten Westufer und dem mehrheitlich
muslimischen Ostufer.
Während des Bosnienkrieges wurde die Brücke am 9. November
1993 durch kroatische Streitkräfte gezielt zerstört. Die
Zerstörung galt weltweit als Symbol für den Bruch des
interkulturellen Zusammenlebens auf dem Balkan. In den Jahren
1997–2004 erfolgte mit internationaler Hilfe (UNESCO, Türkei,
Italien, Kroatien, Niederlande u. a.) die originalgetreue
rekonstruiert. Am 23. Juli 2004 wurde sie wiedereröffnet.
Seither gilt die Brücke als Symbol des Friedens,
der Versöhnung und des Wiederaufbaus. Die Brücke verbindet
nicht nur zwei Ufer, sondern steht für den Versuch, ethnische
und religiöse Spaltungen zu überwinden. Seit 2005 ist sie Teil
des UNESCO-Weltkulturerbes.
Mostar
ist berühmt für das traditionelle Brückenspringen von der
Brücke in die Neretva – ein Brauch seit dem 17. Jh. n.Chr.
Heute findet jährlich ein internationaler Wettbewerb dazu
statt.
Ein maßstabsgetreues Miniaturmodell der Brücke ist in
Miniatürk ausgestellt (siehe Foto).

Foto Y.Özoguz (2009 n.Chr.)