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Die Muâvenet-i Milliye war ein bedeutendes Schiff der
osmanischen Marine, das insbesondere durch seine Rolle im
Ersten Weltkrieg während in der
Schlacht um Gallipoli Berühmtheit erlangte.
Der Name des Schiffs Muavenet-i Milliye (معاونت
ملیه) bedeutet auf Osmanisch-Türkisch etwa: „Nationale
Unterstützung“ oder „Hilfe der Nation“. Der Name wurde später
auf modernen Türkisch als Muavenet weitergeführt.
Das Schiff gehörte der Samsun-Klasse (entspricht in etwa
der deutschen S-165-Klasse). Es wurde in der Schichau-Werft
Elbing im Deutschen Kaiserreich erbaut. Der Stapellauf
erfolgte 1909, die Indienststellung 1910. Das Schiff war eines
von vier Schiffen derselben Klasse, die als Modernisierung der
osmanischen Flotte aus Deutschland beschafft wurden.
Als sein berühmtester Einsatz gitl die Versenkung der
HMS Goliath in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai 1915
während der
Schlacht um Gallipoli.
Die Muavenet-i Milliye, unter dem Kommando von Yüzbaşı
(Kapitän) Ahmet Saffet, drang in der Nacht unbemerkt in das
von britischen Kriegsschiffen gesicherte Gebiet ein und
versenkte das britische Schlachtschiff HMS Goliath mit drei
Torpedos. Mehr als 500 britische Seeleute kamen ums Leben. Die
Versenkung galt als ein enormer psychologischer und
strategischer Erfolg für das
Osmanen - Osmanische Reich. Die Versenkung zeigte die
Effektivität kleinerer, schneller Kriegsschiffe gegen
überlegene Großkampfschiffe.
Die Aktion wurde in der osmanischen Öffentlichkeit stark
gefeiert. Die Muavenet-i Milliye symbolisierte den nationalen
Widerstand und den türkischen Patriotismus. Der Name „Muavenet-i
Milliye“ wurde zur Legende der osmanisch-türkischen
Marinegeschichte.
Das Schiff blieb nach dem Krieg im Dienst. Es wurde nach
Gründung der Republik Türkei in die türkische Marine
übernommen. In den Jahren 1923–1924 stand es im Dienst unter
dem Namen TCG Muavenet. Um 1935 wurde das Schiff außer Dienst
gestellt. Das Schiff wurde
zwischen wohl um 1935 abgewrackt.
Das genaue Datum ist nicht eindeutig dokumentiert, aber
das Schiff wurde
nicht museal erhalten. Es gab später in der
türkischen Marine weitere Schiffe mit dem Namen Muavenet zu
Ehren des Originals.

Logbuch im
Seefahrtsmuseum Istanbul