.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Mulla Fath-Ali Sultanabadi war ein
Gelehrter [faqih] des 19. Jh. n.Chr., der vor allem als
Lehrer, Ethiker und spiritueller Erzieher innerhalb der
Hawza-Tradition
bekannt ist.
Seine Bedeutung liegt weniger in eigenen umfangreichen
Schriften als in seinem Einfluss auf die geistig-ethische
Ausbildung einer Generation von Gelehrten, insbesondere im
Umfeld der späteren Erkenntnis und Moral-Schule von
Nadschaf.
Mulla Fath-Ali stammt aus Sultanabad (سلطانآباد), dem
heutigen
Arak.
Sultanabad war im 19. Jh. n.Chr. ein wichtiges regionales
Zentrum religiöser Bildung, aus dem mehrere bedeutende
Gelehrte hervorgingen. Mulla Fath-Ali erhielt seine Ausbildung
in den klassischen Disziplinen der
Hawza.
Wie viele
Gelehrte [faqih] seiner Zeit hielt er sich zeitweise in
den großen Lehrzentren auf, insbesondere in
Nadschaf, wo er auch lehrte und wirkte. Sein Schwerpunkt
lag in der
Moral [achlaq] und der
Praktischen Mystik (irfan amali). Er betrachtete die
ethische Selbstläuterung als Grundlage aller religiösen
Wissenschaften und hielt Wissen ohne Charakterbildung für
unvollständig.
Der nachhaltige Einfluss Mulla Fath-Alis zeigt sich vor
allem darin, dass er als Lehrer und geistiger Mentor wirkte,
Schüler prägte, die später selbst zu wichtigen Gelehrten
wurden und in biographischen Werken oft als Bindeglied
zwischen Generationen erscheint.
Über eigenständige umfangreiche Werke Mulla Fath-Alis ist
wenig bekannt, denn seine Lehre war vor allem mündlich,
praxis- und erziehungsorientiert und nicht auf systematische
Buchproduktion ausgelegt.
Es ist nicht dokumentiert, wann er geboren und wann
gestorben ist. Es wird angenommen, dass er zwischen 1760 und
1780 n.Chr. geboren ist und zwischen 1820 und 1840 gestorben.