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Namik Ismail (Namık İsmail Sebük) war ein bedeutender
türkischer Maler, Kunstpädagoge und später auch Kunstverwalter
der frühen Republikzeit.
Er ist 1890 in Samsun geboren und am 30. August 1935 in
Istanbul gestorben. Er wirkte sowohl als Maler als auch
als Kunstlehrer und Direktor einer Kunstakademie.
Namik Ismail wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf und
erhielt zunächst an französischen Schulen in
Istanbul seine Bildung. Einen große Einfluss auf seine
künstlerische Entwicklung hatte der Unterricht bei lokalen
Malern, bevor er zur weiteren Ausbildung nach Paris ging, wo
er an der Académie Julian und in der Werkstatt von Fernand
Cormon studierte. In Paris setzte er sich mit dem
Impressionismus und der Barbizon-Schule auseinander, deren
Naturauffassung und Farbverständnis seine späteren Werke
prägten. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnte er
nicht in Frankreich bleiben und diente kurz im osmanischen
Heer, bevor er krankheitsbedingt entlassen wurde.
Nach dem Krieg beteiligte er sich an Ausstellungen und
gründete zusammen mit anderen Künstlern einen künstlerischen
Workshop (unter anderem in Şişli). Seine Arbeiten zeigen
Einflüsse von Impressionismus, Expressionismus und
realistischer Malerei.
Ab 1919 war er als Lehrer tätig, später als Redakteur bei
einer republikanischen Zeitung und schließlich als Direktor
bzw. Dozent an der Sanayi-i Nefise Mektebi (der bedeutenden
Kunstakademie, heute Mimar Sinan Güzel Sanatlar Üniversitesi).
Namik Ismail gilt als einer der führenden Vertreter der
sogenannten Çallı-Generation – einer Gruppe türkischer Maler,
die den Impressionismus und moderne Malweisen in die türkische
Kunst einführten.
Zwei seiner Werke sind im
Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara
ausgestellt.