Nimrod Berg
Nimrod Berg Ruinen

Aussprache: baqaayaa dschabal namruut
arabisch:
بقايا جبل نمرود
persisch: بقایای کوه نمرود
englisch:
Mount Nemrut Ruins

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Die Ruinen des Nimrod Bergs (türkisch Nemrut Dağı Kalıntıları) sind eine der spektakulärsten archäologischen Stätten der Türkei und ist bekannt für ihre monumentalen Steinstatuen und als Grabstätte eines antiken Königs.

Sie befinden sich auf dem Gipfel des Berges Nemrut (2.134 m hoch) in der Provinz Adıyaman im Südosten der Türkei. Die Ruinen gehören zur königlichen Grabstätte (Tumulus) des Königs Antiochos I. Theos von Kommagene, einem antiken Königreich zwischen Ost und West, das im 1. Jh.v.Chr. bestand. In der Religion des Synkretismus war es eine Begräbnisstätte und Kultstätte des Königs. Der König ließ sich selbst in Statuen neben Göttern als Halbgott darstellen.

Die Ruinen umfassen mehrere kolossale Götterstatuen (ca. 8–10 m hoch), verteilt auf drei Terrassen (Ost, West, Nord). Darunter befinden sich Sitzstatuen von:

bulletAntiochos I. (der König selbst)
bulletZeus / Oromasdes (griechisch/persische Götterfusion)
bulletApollo / Mithras / Helios / Hermes
bulletHerakles / Artagnes
bulletAdler (Symbol des Himmels)
bulletLöwe (Symbol der Erde)

Die Köpfe der Statuen sind größtenteils herabgestürzt und stehen heute vor den Körpern.

Zudem gibt es Grabhügel: Künstlich aufgeschütteter Schutthügel (50 m hoch, 150 m Durchmesser) und zahlreiche Inschriften mit einem langen Hierothesion-Text, in dem Antiochos sich als göttlich preist.

Seit 1987 gilt es als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Objekte sind berühmt für Sonnenaufgänge und -untergänge zwischen den antiken Götterköpfen und gelten als einzigartiges Zeugnis für hellenistisch-orientalische Mischkultur.

Ein maßstabsgetreues Miniaturmodell der ehemaligen Form der Statuen ist in Miniatürk ausgestellt (siehe Foto).

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