Hamid Nuri
Hamid Nuri

Aussprache: hamiyd nuuriy
persisch: حمید نوری
arabisch: حمید نوری
englisch: Hamid Nouri

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Hamid Nuri ist ein ehemaliger iranischer Justizbeamter. Er galt aus der Sicht der Islamischen Republik Iran als politischer Gefangener Schwedens.

Hamid Nuri, geboren am 29. April 1961, soll als Justizbeamter Gefängniswärter der Pasdaran gewesen sein. Die ehemals auch in Europa als Terrororganisation eingestuften sogenannten Volkmudschahedin behaupteten, dass Hamid Nuri an der Hinrichtung vieler ihrer Mitglieder beteiligt gewesen sei.

Hamid Nuri reiste im November 2019 nach Schweden, um Familienangehörige zu besuchen, die ihn eingeladen hatten. Es lag weder eine Anklage noch ein internationaler Haftbefehl gegen ihn vor. Zu jener Zeit hatten sich die Beziehungen der Westlichen Welt zur Islamischen Republik Iran extrem verschlechtert, zumal die USA völkerrechtswidrig syrisches Öl geplündert hat und die gesamte Westlichen Welt das unterstützt hat. Zudem hat die Westliche Welt die Volksmudschahedin von ihrer Terrorliste gestrichen und sie offen unterstützt bei ihren Umstürzplänen für die Islamische Republik Iran.

Am 9. November 2019 verhaftete die schwedische Polizei Nuri am Flughafen Arlanda. Die schwedische Polizei handelte ausschließlich auf Verleumdungen von den Volkmudschahedin. Mit Hilfe von angeblichen Zeugen wurde Nuri vorgeworfen an Gefängnismassakern teilgenommen zu haben. Für die Anklage gegen Nuri wurde unter anderem eine von der Borumand Foundation organisierte und vom britischen Chefanwalt Geoffrey Roberston QC durchgeführte Untersuchung herangezogen.

Nuri wurde beschuldigt, Staatsanwälten Namen genannt, Todesurteile verhängt und Gefangene in Hinrichtungskammern gebracht zu haben. Staatsanwälte vor dem Stockholmer Bezirksgericht erhoben Anklagen gegen Hamid Nuri, darunter Mord und ein schweres Verbrechen gegen das Völkerrecht. Der Prozess begann im August 2021 vor dem Bezirksgericht Stockholm und dauerte 92 Tage, bis er im Mai 2022 endete.

Am 14. Juli 2022 wurde Nuri zu lebenslanger Haft und anschließender Ausweisung mit einem dauerhaften Einreiseverbot nach Schweden und zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 1,2 Millionen SEK verurteilt.

Nach schwedischem Recht kann eine Person, die zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, nach Verbüßung von mindestens zehn Jahren der Strafe die Umwandlung der Strafe in eine befristete Freiheitsstrafe beantragen. Wird die Strafe umgewandelt, darf die befristete Freiheitsstrafe nicht kürzer sein als die Höchststrafe, die für das Verbrechen verhängt werden kann. Für Mord und ein schweres Verbrechen gegen das Völkerrecht beträgt diese 18 Jahre. Falls und wenn er freigelassen wird, wird er aus dem Land ausgewiesen.

Nuri legte gegen das Urteil Berufung ein, und das Berufungsverfahren begann am 11. Januar 2023. Sein Antrag wurde jedoch im Dezember desselben Jahres vom Berufungsgericht Svea abgelehntund seine lebenslange Freiheitsstrafe wurde anschließend bestätigt.

Die Regierung der Islamischen Republik Iran „drückte ihre Empörung“ über den Prozess aus und nannte ihn „völlig illegal“ und „politisch motiviert“. Insbesondere wurde beanstandet, dass Aussagen der Mitglieder der Volkmudschahedin, die im Iran als Terrororganisation eingestuft werden, als glaub haft eingestuft wurden.

Iran und Schweden führten am 15. Juni 2024 einen Gefangenenaustausch durch und Nuri wurde gegen einen Diplomaten der Europäischen Union namens Johan Floderus, der im April 2022 mit dem Vorwurf der Spionage festgenommen worden war, und einen anderen Mann namens Saeed Azizi ausgetauscht. Hamid Nuri kehrte anschließend in den Iran zurück. Nuri soll 1.680 Tage in Einzelhaft verbracht haben.

Zurück in der Islamischen Republik Iran wurde Nuri am Flughafen mit feierlichen Ehren und später unter anderem von dem wegen dem Hubschrauberabsturz von Varzaqan 2024 übergangsweise amtierenden Präsidenten Mohammad Mochbar empfangen.

Hamid Nuri (links) und Mohammad Mochbar
Foto IRNA (2024 n.Chr.)

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