.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Rudolf Otto von Ottenfeld war ein österreichischer
Militärmaler, Gründungsmitglied der Wiener Secession und
Professor an der Akademie der bildenden Künste in Prag, der
auch auf Orientmalerei spezialisiert war.
Er ist am 21. Juli 1856 in Verona geboren. An der Akademie
der bildenden Künste Wien hat er unter Carl Wurzinger und
Leopold Carl Müller studiert. Anschließend (1883–1893) lebte
und arbeitete er in München. In Wien setzte er seine
künstlerische Tätigkeit fort (1893–1900). Ab 1900 wurde er
Professor an der Akademie der bildenden Künste in Prag.
Ottenfeld war bekannt für seine Militär- und Orientmalerei.
Er malte Schlachtszenen, Soldaten in Uniform und historische
Darstellungen, oft mit militärischem Kontext. Seine Werke
zeichnen sich durch detaillierte Uniformdarstellungen und
dramatische Kompositionen aus. Beispielsweise illustrierte er
die Geschichte der österreichischen Armee von 1700 bis 1867,
ein Standardwerk über Uniformen dieser Zeit.
Ottenfeld war Wiener Secession Gründungsmitglied und
Mitglied des Arbeitskomitees der Wiener Secession. Für seine
Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Ottenfeld heiratete am 1. März 1890 in Prag Alexandrine
Kriesche, Tochter des Fabriksbesitzers Karl Kriesche. Das Paar
hatte Zwillinge: Felix Oskar Karl und Edith Klementine.
Ottenfelds Werke sind heute in verschiedenen Museen zu
finden, darunter das
Heeresgeschichtliches Museum Wien. Dort hängt unter
anderem das 1878 erstellte Gemälde „Passübergang
österreichischer Truppen in Bosnien“ (siehe Foto).
Seine detaillierten Darstellungen von Militäruniformen und
historischen Szenen machen ihn zu einem bedeutenden Vertreter
der Militärmalerei im späten 19. Jh. n.Chr. Er starb am 26.
Juli 1913 in Prag.
