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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Pelas Bafi ist eine traditionelle iranische Webkunst, die
hauptsächlich in den ländlichen Regionen des
Irans,
insbesondere in den südlichen Provinzen wie
Chuzestan, ausgeübt wird.
Pelas wird durch das Weben bunter gedrehter Wollgarne zu
horizontalen Streifen hergestellt, die den Hintergrund des
Stoffes bilden. Der Webprozess beginnt mit dem Aufstellen des
Webstuhls durch Dehnen der Kettfäden, ähnlich den Techniken,
die bei der Teppich- und Kelimherstellung verwendet werden.
Anschließend werden bunte Wollschüsse durch die Kettfäden
geführt, wodurch horizontale Linien entstehen, die für Pelas
charakteristisch sind.
Bei dieser Technik werden dichte Matten oder Teppiche
hergestellt, indem Naturfasern, vor allem Schilf, Stroh oder
Palmblätter, miteinander verflochten werden. Die so
entstandenen Pelas-Matten dienen unter anderem als
Gebetsteppiche, Brauttischdecken und Bodenbeläge,
Wandverkleidung oder Abdeckung für Dächer und Böden in Zelten
und traditionellen Häusern.
Pelas wird besonders von den Nomadenstämmen in
Nord-Chorasan geschätzt, die ihre Zelte oft auf feuchtem
und unvorbereitetem Boden aufschlagen. Der dicke Wollstoff von
Pelas bietet eine hervorragende Isolierung, schützt vor
Witterungseinflüssen und bietet eine langlebige, praktische
Lösung für die Abdeckung der Böden ihrer Zelte und Landhäuser.
Im Gegensatz zu anderen gewebten Artikeln wie Jajims, bei
denen die Streifen vertikal verlaufen, sind die Streifen bei
Pelas immer horizontal, was zu seinem einzigartigen Aussehen
beiträgt.
Diese Webtechnik ist umweltfreundlich und wird meist von
Hand gefertigt, was Pelas Bafi zu einer wichtigen
Einkommensquelle für lokale Kunsthandwerker macht. Sie ist
tief in der kulturellen Tradition verwurzelt und wird häufig
von Generation zu Generation weitergegeben.