Prinz Eugen
undefined Prinz Eugen von Savoyen

Aussprache: al-amiyr uuyiyghiyn diy saafuuyaa
arabisch:
الأمير أويغين دي سافوا
persisch:
شاهزاده اوژن ساووا
englisch:
Prince Eugene of Savoy

18.10.1663 – 1736 n.Chr.

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Prinz Eugen von Savoyen gilt als der legendäre habsburger Kommandant bei den Türkenkriegen gegen die Osmanen.

Prinz Eugen wurde am 18. Oktober 1663 in Paris geboren. Er entstammte dem Haus Savoyen-Carignan, einer Nebenlinie des regierenden Hauses Savoyen. Sein Vater war Eugène-Maurice von Savoyen, seine Mutter Olympia Mancini, eine Nichte des französischen Kardinals Mazarin.

Ursprünglich war für ihn eine kirchliche Laufbahn vorgesehen. Nachdem er im Umfeld des französischen Hofes keine militärische Karriere beginnen konnte, verließ er Frankreich und trat 1683 in habsburgische Dienste.

Eugen nahm 1683 am Entsatz von Wien teil, das von osmanischen Truppen belagert wurde. Dieser Konflikt markierte den Beginn einer jahrzehntelangen militärischen Auseinandersetzung zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich. In den folgenden Jahren stieg er im Rang auf und wurde zu einem der bedeutendsten militärischen Befehlshaber der Habsburger.

Eugen nahm an mehreren Feldzügen gegen die Osmanen teil. Besonders hervorzuheben sind:

bulletDie Schlacht bei Zenta (1697), die zu einem entscheidenden Erfolg der habsburgischen Armee führte.
bulletSeine Mitwirkung an der militärischen Konsolidierung habsburgischer Herrschaft in Ungarn.
bulletDiese Ereignisse standen im Zusammenhang mit der Neuordnung Südosteuropas, die schließlich im Frieden von Karlowitz (1699) geregelt wurde.
bulletSpanischer Erbfolgekrieg (1701–1714)

Zwischen 1716 und 1718 führte Eugen erneut habsburgische Truppen gegen das Osmanische Reich. In diesem Zusammenhang stehen:

bulletDie Schlacht bei Peterwardein (1716)
bulletDie Einnahme Belgrads (1717)

Der anschließende Friede von Passarowitz (1718) brachte territoriale Veränderungen in Südosteuropa zugunsten der Habsburgermonarchie.

Neben seiner militärischen Tätigkeit war Eugen Mitglied des habsburgischen Geheimen Rates und in diplomatische sowie administrative Aufgaben eingebunden. Er nahm Einfluss auf militärische Reformen und strategische Planungen innerhalb der Monarchie. Seine Position war die eines hochrangigen Militärs und Staatsmannes im Dienst der Habsburger, nicht die eines eigenständigen Herrschers.

Prinz Eugen war ein Förderer von Kunst und Architektur. In Wien ließ er mehrere Bauten errichten, darunter das Schloss Belvedere (Oberes und Unteres Belvedere). Er unterhielt eine umfangreiche Bibliothek und stand mit Gelehrten seiner Zeit in Verbindung.

Prinz Eugen war eine zentrale Figur der habsburgischen Militärgeschichte im späten 17. und frühen 18. Jh. n.Chr. Seine militärischen Aktivitäten fanden im Kontext der europäischen Machtpolitik und der habsburgisch-osmanischen Rivalität statt.

In der europäischen Geschichtsschreibung wird er häufig als bedeutender Feldherr dargestellt. In osmanischer Perspektive erscheint er als militärischer Gegner in mehreren großen Konflikten. Seine Rolle ist daher Teil einer breiteren Geschichte der politischen und militärischen Beziehungen zwischen Mitteleuropa und dem Osmanischen Reich.

Prinz Eugen starb am 21. April 1736 in Wien. Er hinterließ keine legitimen Nachkommen. Sein Besitz fiel größtenteils an die habsburgische Krone. Er wurde im Stephansdom bestattet. Sein Grab befindet sich im Dom selbst. Es handelt sich um ein monumentales barockes Grabdenkmal. Die Anlage wurde nach seinem Tod im Jahr 1736 n.Chr. errichtet. Der Stephansdom war und ist die zentrale Bischofskirche Wiens und Begräbnisstätte bedeutender Persönlichkeiten der habsburgischen Epoche.

Im Heeresgeschichtliches Museum Wien sind Prinz  Eugen sehr viele Ausstellungsstücke gewidmet.

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