Qaani
Qaani

Aussprache: habiybullah qaaniy
arabisch:
حبيب الله قاآني
persisch:
حبیب‌الله قاآنی
englisch: Qaani

1808 - 1853 n.Chr.
1223 - 1270 n.d.H.

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Habibullah Qaani, bekannt als Qaani, war im 19. Jh. n.Chr. ein bedeutender Dichter im Iran.

Sein vollständiger Name lautete Habibullah ibn Abdur-Rahim Qani Schirazi. Er ist 1223 n.d.H. (1808 n.Chr.) in Schiraz als Sohn eines Schriftstellers geboren und 1270 n.d.H. (1854 n.Chr.) in Teheran gestorben.

Er gilt als einer der letzten großen klassisch-persischen Dichter der Ära der Qadscharen. Er war ein bewusster Nachahmer der großen Dichter der klassischen persischen Literatur. Sein Stil ist geprägt von eleganter Rhetorik, vielschichtigen Metaphern und sprachlicher Virtuosität. Er schrieb häufig auch von Lobgedichten (Qasiden) auf Fürsten, Könige oder Gelehrte.

Er schrieb Gedichte in Arabisch und in Persisch. Rund 22000 seiner Gedichte sind erhalten. Er ist vor allem für seinen Sarkasmus und seine Satire bekannt. Er war sehr belesen in arabischer Grammatik, Logik, Philosophie, Mathematik und Theologie.

Seine Hauptwerke waren:

bulletDiwan (دیوان قاآنی): Enthält über 20.000 Verse – eines der umfangreichsten dichterischen Werke dieser Epoche mit Lobgedichten, religiöser Poesie, moralische Lehrgedichte und Elegien.
bulletParischan (پریشان): Eine prosaische Sammlung in Nachahmung des Golestan. Es enthält Aphorismen, kleine Geschichten und ethisch-didaktische Reflexionen.

Heute ist eine Zusammenfassung seiner Werke erhalten: "Diwan-e Hakim-e Qaani-ye Schirazi." Herausgegeben und mit einem Vorwort von Mohammad Mahjub. Teheran, 1957 n.Chr.

Qaani war Hofdichter des Qadscharen-Königs Muhammad Schah und später von Nasruddin Schah.

Qaani wurde in Teheran bestattet. Sein Grab war zeitweise bekannt und wurde von Literaturinteressierten aufgesucht, ist heute aber nicht prominent erhalten.

Eine seiner Geschichten handelt über das Diesseits und das Jenseits:

"Man fragte einen Sufi von der Kalenderiya: "Wie beurteilst Du Diesseits und das Jenseits?" Er antwortete: Weder hat das einen ein Gewicht noch das andere eine Farbe. Und diejenigen, die nach beiden streben, sind eine handvoll Lustverehrer, nicht Gottesverehrer. Denn in Beiden streben sie nach Speise und Trank, nicht nach der Vereinigung mit Gott und der Nähe Gottes"."

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bullet Gedichte von Qaani ins Deutsche übertragen

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