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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica. Habibullah Qaani, bekannt als Qaani, war im 19. Jh. n.Chr. ein
bedeutender Dichter im
Iran.
Sein vollständiger Name lautete Habibullah ibn Abdur-Rahim
Qani Schirazi. Er ist 1223
n.d.H. (1808 n.Chr.) in
Schiraz als Sohn eines Schriftstellers geboren und 1270
n.d.H. (1854 n.Chr.) in
Teheran gestorben.
Er gilt als einer der letzten großen klassisch-persischen
Dichter der Ära der
Qadscharen. Er war ein bewusster Nachahmer der großen
Dichter der klassischen persischen Literatur. Sein Stil ist
geprägt von eleganter Rhetorik, vielschichtigen Metaphern und
sprachlicher Virtuosität. Er schrieb häufig auch von
Lobgedichten (Qasiden) auf Fürsten, Könige oder Gelehrte.
Er schrieb Gedichte in
Arabisch und in
Persisch. Rund 22000 seiner Gedichte sind erhalten. Er
ist vor allem für seinen Sarkasmus und seine Satire bekannt.
Er war sehr belesen in arabischer Grammatik, Logik,
Philosophie, Mathematik und Theologie.
Seine Hauptwerke waren:
 | Diwan (دیوان قاآنی): Enthält über 20.000 Verse – eines
der umfangreichsten dichterischen Werke dieser Epoche mit
Lobgedichten, religiöser Poesie, moralische Lehrgedichte und
Elegien. |
 | Parischan (پریشان): Eine prosaische Sammlung in
Nachahmung des
Golestan. Es enthält Aphorismen, kleine Geschichten und
ethisch-didaktische Reflexionen. |
Heute ist eine Zusammenfassung seiner Werke erhalten: "Diwan-e
Hakim-e Qaani-ye Schirazi." Herausgegeben und mit einem
Vorwort von Mohammad Mahjub. Teheran, 1957 n.Chr.
Qaani war Hofdichter des Qadscharen-Königs
Muhammad Schah und später von
Nasruddin Schah.
Qaani wurde in
Teheran bestattet. Sein Grab war zeitweise bekannt und
wurde von Literaturinteressierten aufgesucht, ist heute aber
nicht prominent erhalten.
Eine seiner Geschichten handelt über das
Diesseits und das
Jenseits:
"Man fragte einen
Sufi
von der
Kalenderiya: "Wie beurteilst Du
Diesseits und das
Jenseits?" Er antwortete: Weder hat das einen ein Gewicht
noch das andere eine Farbe. Und diejenigen, die nach beiden
streben, sind eine handvoll Lustverehrer, nicht
Gottesverehrer. Denn in Beiden streben sie nach Speise und
Trank, nicht nach der Vereinigung mit Gott und der Nähe
Gottes"." |