Qasemabad Ulya
Qasemabad-e Olya

Aussprache: qaasimabaad ulyaa
arabisch:
قاسم‌آباد علیا
persisch:
قاسم‌آباد علیا
englisch:
Qasemabad-e Olya

Foto: IRNA 2023 n.Chr.

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Qasemabad-e Olya (oder Qasemabad-e Ulya) ist ein traditionelles Dorf im Norden Irans, in der Provinz Gilan Gilan, im Landkreis Rudsar an der Küste des Kaspischen Meeres.

Die Ortschaft ist besonders bekannt für seine reiche Kultur, Textiltradition und seine Rolle bei der Bewahrung des Erbes der Gilaken (auch Gilani), eines indigenen Volkes im Norden der Islamischen Republik Iran.

Der Ort liegt zwischen dem Kaspischen Meer und den Alborz-Bergen, in einer grünen, feuchten Region. Die Ortschaft besteht eigentlich aus zwei Dörfern:

bulletQasemabad-e Olya (قاسم‌آباد علیا) – Oberes Qasemabad
bulletQasemabad-e Sofla (قاسم‌آباد سفلی) – Unteres Qasemabad

Sie liegen eng beieinander und werden oft gemeinsam betrachtet.

Qasemabad ist landesweit berühmt für diese Textilkunst. Die Handweberei wird hier noch in alten Techniken betrieben. Es gibt viele Webstühle stehen in Wohnhäusern. Das Wissen wird von Frau zu Frau über Generationen weitergegeben.

Der Ort gilt als Wiege des Tschador Schab [چادرشب] , einem lebendigen, geometrisch gemusterten Stoff, der sowohl das künstlerische Erbe als auch das tägliche Leben im Norden Irans repräsentiert. Es ist ein traditionell handgewebter, bunter Baumwollstoff, den Frauen oft als Umhang, Trage- oder Kopftuch benutzen.

Die typische Architektur sind Holzhäuser mit Schilfdächern auf Stelzen wegen der feuchten Erde. Das feuchte, subtropische Klima, das typisch für die Kaspische Tiefebene ist ermöglicht Reisanbau, Teeplantagen, Zitrushaine und Bambusfelder.

Qasemabad wurde in den letzten Jahren als kulturell wertvolles Reiseziel gefördert.

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