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Qasemabad-e Olya (oder Qasemabad-e Ulya) ist ein
traditionelles Dorf im Norden Irans, in der Provinz
Gilan
Gilan, im Landkreis Rudsar an der Küste des Kaspischen
Meeres.
Die Ortschaft ist besonders bekannt für seine reiche
Kultur, Textiltradition und seine Rolle bei der Bewahrung des
Erbes der Gilaken (auch Gilani), eines indigenen Volkes im
Norden der
Islamischen Republik Iran.
Der Ort liegt zwischen dem Kaspischen Meer und den
Alborz-Bergen, in einer grünen, feuchten Region. Die Ortschaft
besteht eigentlich aus zwei Dörfern:
Sie liegen eng beieinander und werden oft gemeinsam
betrachtet.
Qasemabad ist landesweit berühmt für diese Textilkunst. Die
Handweberei wird hier noch in alten Techniken betrieben. Es
gibt viele Webstühle stehen in Wohnhäusern. Das Wissen wird
von Frau zu Frau über Generationen weitergegeben.
Der Ort gilt als Wiege des Tschador Schab [چادرشب] , einem
lebendigen, geometrisch gemusterten Stoff, der sowohl das
künstlerische Erbe als auch das tägliche Leben im Norden Irans
repräsentiert. Es ist ein traditionell handgewebter, bunter
Baumwollstoff, den Frauen oft als Umhang, Trage- oder Kopftuch
benutzen.
Die typische Architektur sind Holzhäuser mit Schilfdächern
auf Stelzen wegen der feuchten Erde. Das feuchte, subtropische
Klima, das typisch für die Kaspische Tiefebene ist ermöglicht
Reisanbau, Teeplantagen, Zitrushaine und Bambusfelder.
Qasemabad wurde in den letzten Jahren als kulturell
wertvolles Reiseziel gefördert.