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Die Quba-Moschee war eines der wichtigsten Zentren des
Widerstands gegen das Regime des
Schah Muhammad Reza Pahlavi in
Teheran.
Die Leitung der Moschee hatte
Prof. Mohammad Mofatteh inne. Die
Moschee spielte eine bedeutende Rolle bei der Organisation
von Volksdemonstrationen, insbesondere im Jahr 1357 nach dem
Iranischen Sonnenkalender (1978/79 n.Chr). Die Moschee
fungierte als Sprachrohr von
Imam
Chomeini und als Informationsbasis der Revolution. Die
Verantwortlichen der Quba-Moschee trafen am 4. Dey 1358 (25.
Dezember 1979) mit
Imam
Chomeini zusammen.
Die Quba-Moschee befindet sich in der Schariati-Straße in
Teheran, in der Nähe der
Husainiyya Irschad. Ihr Bau begann im Jahr 1351
Iranischen Sonnenkalender (1972/73 n.Chr.) und wurde
trotz administrativer Hindernisse 1353 (1974/75 n.Chr.)
abgeschlossen.
Die Moschee war in politischen, kulturellen und sozialen
Bereichen aktiv. Zu ihren Initiativen gehörten die Gründung
einer Bibliothek, die Einrichtung von Unterrichtskursen sowie
die Einrichtung eines zinslosen Darlehensfonds (Qard
al-Hasanah). Auch nach der Gründung der
Islamischen Republik Iran wurden Aktivitäten fortgesetzt.
Zur Namensgebung der Quba-Moschee existieren zwei
Überlieferungen: Nach einer Version wurde der Name in einer
Sitzung mit
Ayatollah Mahmud Taleghani und
Ayatollah Morteza Motahhari gewählt. Nach einer anderen
Version wurde zunächst der Name „Masdschid-e Reschad“
ausgewählt, jedoch auf Vorschlag von
Ali
Schariati in Anlehnung an die
Quba-Moschee in
Medina,
die als erste Moschee des Islam gilt, in „Quba“ geändert.
Prof. Mohammad Mofatteh übernahm 1354 (1975/76 n.Chr.) die
Leitung der Quba-Moschee. Mit seinem Amtsantritt entwickelte
sich die
Moschee zu einem der wichtigsten Zentren revolutionärer
Aktivitäten und spielte insbesondere im Jahr 1357 (1978/79
n.Chr.) eine zentrale Rolle beim Höhepunkt der
Islamischen Revolution im Iran.
Im Azar 1357 (Dezember 1978) schloss das
Pahlavi-Regime die
Moschee, nachdem die Bevölkerung die staatlich auferlegten
Beschränkungen für die
Trauerzeremonien zu Muharram zum Gedenken an
Imam Husain (a.) ignoriert hatte. Zudem wurde
Prof. Mohammad Mofatteh das Predigen untersagt; ein
Schicksal, das Jahrzehnte später auch seinem Sohn
Hudschat-ul-Islam Dr. Muhammad Hadi Mofatteh in
Deutschland ereilen sollte, als das
Islamische Zentrum Hamburg verboten worden ist.
Am
Fitr-Fest im Jahr 1357 (1978) versammelten sich auf
Einladung
Prof.
Mohammad Mofattehs rund 5.000 Personen in der Quba-Moschee.
Mit Parolen zur Unterstützung
Imam
Chomeinis zogen sie anschließend zu den Hügeln von
Qeytarieh. Das
Festgebet wurde unter der Leitung
Prof. Mohammad Mofattehs mit etwa 12.000 Teilnehmern
abgehalten.
Einige Beobachter führen die eindrucksvolle Durchführung
des Gebets und der Demonstrationen in jenem Jahr auf die
Programme und nächtlichen Veranstaltungen während des
Monats Ramadan in dieser Moschee zurück. Im
Monat
Ramadan 1357 (1978) versammelten sich Tausende Menschen im
Gebetsraum der Moschee sowie in den umliegenden Straßen. In
ihren Berichten bezeichnete die Geheimpolizei SAVAK die
Quba-Moschee stets als Zentrum der Anhänger
Imam
Chomeinis.
Die Verantwortlichen der Moschee sowie Studenten aus
Marivan trafen am 4. Dey 1358 (25. Dezember 1979) mit
mam
Chomeini zusammen. Er hielt vor ihnen eine Ansprache. Der
zentrale Inhalt seiner Rede war die Bekämpfung feindlicher
Verschwörungen durch wirtschaftliche Selbstständigkeit, die
Bewahrung der Verteidigungsfähigkeit des Landes sowie die
nationale Einheit.