Quba-Moschee
Quba-Moschee Teheran

Aussprache: masdschid qubaa
arabisch:
مسجد قبا تهران
persisch:
مسجد قبا تهران
englisch: Qoba Mosque

Foto: IQNA (2020 n.Chr.)

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Die Quba-Moschee war eines der wichtigsten Zentren des Widerstands gegen das Regime des Schah Muhammad Reza Pahlavi in Teheran.

Die Leitung der Moschee hatte Prof. Mohammad Mofatteh inne. Die Moschee spielte eine bedeutende Rolle bei der Organisation von Volksdemonstrationen, insbesondere im Jahr 1357 nach dem Iranischen Sonnenkalender (1978/79 n.Chr). Die Moschee fungierte als Sprachrohr von Imam Chomeini und als Informationsbasis der Revolution. Die Verantwortlichen der Quba-Moschee trafen am 4. Dey 1358 (25. Dezember 1979) mit Imam Chomeini zusammen.

Die Quba-Moschee befindet sich in der Schariati-Straße in Teheran, in der Nähe der Husainiyya Irschad. Ihr Bau begann im Jahr 1351 Iranischen Sonnenkalender  (1972/73 n.Chr.) und wurde trotz administrativer Hindernisse 1353 (1974/75 n.Chr.) abgeschlossen.

Die Moschee war in politischen, kulturellen und sozialen Bereichen aktiv. Zu ihren Initiativen gehörten die Gründung einer Bibliothek, die Einrichtung von Unterrichtskursen sowie die Einrichtung eines zinslosen Darlehensfonds (Qard al-Hasanah). Auch nach der Gründung der Islamischen Republik Iran wurden Aktivitäten fortgesetzt.

Zur Namensgebung der Quba-Moschee existieren zwei Überlieferungen: Nach einer Version wurde der Name in einer Sitzung mit Ayatollah Mahmud Taleghani und Ayatollah Morteza Motahhari gewählt. Nach einer anderen Version wurde zunächst der Name „Masdschid-e Reschad“ ausgewählt, jedoch auf Vorschlag von Ali Schariati in Anlehnung an die Quba-Moschee in Medina, die als erste Moschee des Islam gilt, in „Quba“ geändert.

Prof. Mohammad Mofatteh übernahm 1354 (1975/76 n.Chr.) die Leitung der Quba-Moschee. Mit seinem Amtsantritt entwickelte sich die Moschee zu einem der wichtigsten Zentren revolutionärer Aktivitäten und spielte insbesondere im Jahr 1357 (1978/79 n.Chr.) eine zentrale Rolle beim Höhepunkt der Islamischen Revolution im Iran.

Im Azar 1357 (Dezember 1978) schloss das Pahlavi-Regime die Moschee, nachdem die Bevölkerung die staatlich auferlegten Beschränkungen für die Trauerzeremonien zu Muharram zum Gedenken an Imam Husain (a.) ignoriert hatte. Zudem wurde Prof. Mohammad Mofatteh das Predigen untersagt; ein Schicksal, das Jahrzehnte später auch seinem Sohn Hudschat-ul-Islam Dr. Muhammad Hadi Mofatteh in Deutschland ereilen sollte, als das Islamische Zentrum Hamburg verboten worden ist.

Am Fitr-Fest im Jahr 1357 (1978) versammelten sich auf Einladung Prof. Mohammad Mofattehs rund 5.000 Personen in der Quba-Moschee. Mit Parolen zur Unterstützung Imam Chomeinis zogen sie anschließend zu den Hügeln von Qeytarieh. Das Festgebet wurde unter der Leitung Prof. Mohammad Mofattehs mit etwa 12.000 Teilnehmern abgehalten.

Einige Beobachter führen die eindrucksvolle Durchführung des Gebets und der Demonstrationen in jenem Jahr auf die Programme und nächtlichen Veranstaltungen während des Monats Ramadan in dieser Moschee zurück. Im Monat Ramadan 1357 (1978) versammelten sich Tausende Menschen im Gebetsraum der Moschee sowie in den umliegenden Straßen. In ihren Berichten bezeichnete die Geheimpolizei SAVAK die Quba-Moschee stets als Zentrum der Anhänger Imam Chomeinis.

Die Verantwortlichen der Moschee sowie Studenten aus Marivan trafen am 4. Dey 1358 (25. Dezember 1979) mit mam Chomeini zusammen. Er hielt vor ihnen eine Ansprache. Der zentrale Inhalt seiner Rede war die Bekämpfung feindlicher Verschwörungen durch wirtschaftliche Selbstständigkeit, die Bewahrung der Verteidigungsfähigkeit des Landes sowie die nationale Einheit.

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