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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die Rafi-Nia Synagoge war ein jüdisches Gebetshaus in
Teheran.
Sie stand an der Fariman-Straße im Zentrum von Teheran,
nahe der Valiasr-Straße und der Taleghani-Straße inmitten
eines Wohngebietes. Sie war Teil eines Netzes von rund 30
Synagogen in
Teheran und wurde von der jüdischen Gemeinde Irans
speziell Maschhadi/Chorasani-Juden betrieben.
Sie war eine der wichtigsten Synagogen dieser regionalen
Gruppe. Der Bau geht zurück auf die 1950er Jahre n.Chr. Als
Gründer wird Abdolrahman Rafiʿnia angegeben, der sie 1958
fertiggestellt habe. Nach ihm ist die Synagoge auch benannt.
Das zweistöckige Gebäude wurde von unterschiedlichen Gruppen
genutzt. Im Obergeschoss ware die Maschhadi-Juden und im
Erdgeschoss: andere Gruppen (z. B. Kermaner).
Die Synagoge spiegelte die Binnenstruktur der
iranisch-jüdischen Diaspora wider. Das Gebäude war ein Zentrum
für das Gebet, religiöse Unterweisung und Gemeinschaftsleben.
In den 1970er Jahren fand auch Torah-Unterricht und religiöse
Kurse durch Rabbiner statt.
Nach der
Islamischen Revolution wanderte ein Teil der Gemeinde aus.
Der verbliebene Teil nutzte das Gebäude weiter, allerdings nur
noch teilweise. Das Erdegeschoss wurde in eine Art es aktiv
genutzt Erdgeschoss später eher funktional (z. B.
Hausmeisterwohnung umfunktioniert.
Im Jahr 2016 erfolgte eine umfassende Renovierung, was ein
Zeichen dafür war, dass die Synagoge weiterhin aktiv und
relevant war und die jüdische Gemeinschaft institutionell
organisiert blieb.
Am 7. April 2026 wurde die Synagoge im völkerrechtswidrigen
Angriffskrieg der USA und Israels gegen die Islamische
Republik Iran durch einen Luftangriff Israel getroffen. Das
Gebäude wurde vollständig zerstört, alle religiösen Objekte
wie z.B. Torarollen wurden unter Trümmern begraben. Der
Angriff erfolgte während Pessach (wichtiges jüdisches Fest).
Es folgte eine scharfe Verurteilung durch die Regierung der
Islamischen Republik Iran gegen den Angriff auf religiöse
Stätten und Verletzung religiöser und kultureller Werte. In
der
Westlichen Welt wurde der Angriff verschwiegen. Lediglich
Israel erklärte einen „bedauerlichen“ Kollateralschaden. Das
Trümmerfeld wurde tags darauf von den jüidschen Vertretern in
der
Islamischen Beratungsversammlung (Madschlis/Parlament)
besucht. Ob es jemals zu einem Wideraufbau des völlig
zerstörten Gebäudes kommen wird, ist unklar.