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Muhsinzâde Mehmed Rahmî Bey, bekannt als Kalligraf (Hattat)
Mehmed Rahmi, war ein osmanisch-türkischer Kalligraf der
späten osmanischen Zeit und frühen Republikzeit, der vor allem
für seine Werke in
Thuluth Schrift und seine Zugehörigkeit zu einer
traditionellen kalligrafischen Familie bekannt ist
Er ist zu einem unbekannten Datum in Istanbul-Beşiktaş (Kuruçeşme)
geboren und war der dritte Sohn von Reisü’l-Hattâtîn
Muhsinzâde Seyyid Abdullah Bey, einem bekannten
Kalligrafielehrer.
Er erhielt den kalligrafischen Unterricht von seinem Vater
und erwarb strenge traditionelle Ausbildung und die
entsprechende Beauftragung (Idschaza). Nach dem frühen Tod
seines Vaters trat er in den Staatsdienst in der Şûrây-ı
Devlet Kitâbeti (Schreibdienst des Staatsrats) ein und stieg
bis zum Kalemin muavinliği (Assistentenrang im Schreibdienst)
auf. Durch die Auflösung des Osmanischen Staatsapparats verlor
er jedoch später seine Position und fand keine neue offizielle
Anstellung nach der Gründung der Republik. Danach widmete er
sich ausschließlich der kalligrafischen Schriftkunst in seinem
Haus.
Er war vor allem tätig in der
Thuluth Schrift, einer der großen dekorativen
klassischen Schriften der islamischen
Kalligraphie. Er beherrschte auch die
Nasch Schrift. Beispiele seiner Arbeiten tauchen sind in
zahlreichen klassischen Sammlungen zu finden. Er gilt als
solider Vertreter seiner Schule: technisch kompetent, aber
nach traditioneller Einschätzung nicht mit der künstlerischen
Autorität seines Vaters vergleichbar.
Er starb am 1.
Dschumada al-Uchra 1360
n.d.H. (26. Juni 1941 n.Chr.) und wurde auf dem Yahyâ
Efendi-Friedhof in Beşiktaş (Istanbul) bestattet.
Eine seiner Kalligrafien befindet sich im
Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara (siehe
Foto). Dort wird aber 1872 - 1954 n.Chr. als Lebenszeit
angegeben. Da über jene Person keine bekannten Daten
vorliegen, liegt möglicherweise ein Datumsfehler vor.

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)