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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Fatma Schakir Memik (Fatma Şakir Memik) war eine bedeutende
türkische Ärztin, Philanthropin und Politikerin und gehörte zu
den ersten Frauen, die in die Türkische Nationalversammlung
gewählt wurden.
Sie ist 1903 n.Chr. im Dorf Akviran, Kreis Safranbolu
(heute Provinz Karabük) im
Osmanischen Reich geboren. Mit 8 Jahren zog sie mit ihrem
Vater nach
Istanbul, wo sie die Beyazid-Mädchenschule und die
Bezmiâlem Valide Sultan Schule besuchte.
1923 begann sie ihr Medizinstudium an der Darülfünun (heute
Universität Istanbul), das sie 1929 als Jahrgangsbeste
abschloss. Von 1929 bis 1931 spezialisierte sie sich im Vakıf
Gureba Hospital zur Fachärztin für Innere Medizin. Ab 1934 war
sie dort Klinikleiterin im Bereich der Inneren Medizin.
Sie wurde bekannt unter dem Spitznamen „Die Ärztin, die
kostenlos praktiziert“ oder „Mutter der Armen“, weil sie auch
außerhalb der Praxis unermüdlich kostenfreie
Gesundheitsversorgung leistete. Im Rahmen der Einführung des
Frauenwahlrechts in der Türkei wurde sie bei der Wahl 1935 als
Abgeordnete für
Edirne
ins Parlament gewählt – eine von den ersten 18 Frauen im
türkischen Parlament. Ihre erste Amtszeit dauerte vom 8.
Februar 1935 bis 5. August 1946, während der sie in der
Kommission für Gesundheit und soziale Wohlfahrt sowie weiteren
Gesetzesvorhaben aktiv war. Sie brachte Vorschläge ein zur
Eindämmung von Malaria durch Reinigung der Sümpfe und
Regulierung des Meriç (Evros)-Flusses sowie zur
Verstaatlichung von Eisenbahnlinien (Kardemir) ein.
Sie war Mitglied des Vorstands von
Kinderfürsorgeinstitutionen und des Türkischen Roten
Halbmonds, ehrenamtliche Ärztin in der Topkapı‑Armenanstalt
und Polikliniken in
Istanbul. sie setzte sich insbesondere für Bedürftige und
Kriegsflüchtlinge ein und versorgte sie sowohl medizinisch als
auch mit Stipendien.
Nach dem Ausscheiden aus der Politik 1946 kehrte sie in den
medizinischen Beruf zurück: Stationen u.a. im Ankara Numune
Hospital, später als Leitende Ärztin im Şişli
Kinderkrankenhaus in Istanbul bis zu ihrer Pensionierung 1968.
Sie ist am 9. Februar 1991, unverheiratet und ohne eigene
Kinder gestorben. Als eine der ersten weiblichen Abgeordneten
der Türkischen Republik prägte Fatma Şakir Memik die frühe
Republikzeit sowohl im Bereich Gesundheit als auch in der
Frauenvertretung.
In Edirne wurde 2016 ein Frauengesundheitszentrum nach ihr
benannt .