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Die Schlacht von Ayn al-Warda wurde am 4. Januar 685 n.Chr.
zwischen den
Umayyaden und
den
Büßer ausgetragen.
Nach
Aschura formierte sich im Untergrund eine
Widerstandsbewegung, die allerdings ohne Zustimmung von
Imam Zain-ul-Abidin (a.) einen Rachfeldzug gegen die
Umayyaden plante. Nach dem Tod von
Yazid ibn Muawiya und einigen Machtkämpfen unter den
Umayyaden sahen einige
der
Büßer die Chance zur Rache.
Unter der Führung von
Sulaiman ibn Surad wurde eine groß angelegte
Rekrutierungskampagne gestartet, die großen Erfolg hatte und
16.000 Männer der Bewegung beitraten. Am Abmarschtag waren
jedoch nur noch 4.000 Männer übrig geblieben, von denen
weitere 1.000 unterwegs absprangen. Unbeirrt zogen
die
Büßer den
Euphrat hinauf in Richtung
Dschazira. Sie waren alle beritten und gut ausgerüstet.
Ibn
Ziyad marschierte ihnen mit einer beeindruckenden und
zahlenmäßig erheblich größeren Armee entgegen.
Auf ihrem Marsch nach Syrien machten die Büßer einen kurzen
Aufenthalt in einer Ortschaft namens al-Qarqisiya. Das dort
anwesende Oberhaupt des Qaysi-stammes namens Zufar ibn
al-Harith al-Kilabi informierte
Ibn Surad über den Standort der Truppen der
Umayyaden und riet ihm, nach Ayn al-Warda (identifiziert
als heutiges Ras al-Ayn) zu marschieren und dort vor den
Umayyaden anzukommen. Angesichts der großen zahlenmäßigen
Ungleichheit forderte Zufar ihn auf, eine offene Schlacht zu
vermeiden und stattdessen seine Kavallerie in kleine
Abteilungen aufzuteilen und ständige Scharmützel gegen ihre
Flanken zu führen. Obwohl Zufar sein Mitgefühl zeigte,
verzichtete er darauf, sich den Büßern direkt anzuschließen,
da er in ihrem Unterfangen keine Hoffnung sah.Dennoch bot er
Ibn Surad an, in al-Qarqisiya zu bleiben und an seiner
Seite gegen die
Umayyaden zu kämpfen, doch
Ibn Surad lehnte ab.
Auf Zufars Rat hin lagerten die Büßer außerhalb von Ayn
al-Warda, mit der Stadt im Rücken. Sie ruhten sich fünf Tage
lang aus, bevor die
Umayyaden eintrafen. Die Gesamtstärke der
Umayyaden betrug 20.000 Mann, sie wurde jedoch aufgrund
von Streitigkeiten zwischen ihren beiden Feldkommandeuren in
zwei Einheiten aufgeteilt. Etwa 8.000 Soldaten standen unter
dem Kommando von Schurahbil ibn Dh'l-Kala, der Rest unter
Husain ibn Numayr. Schurahbil traf zuerst vor Ibn Numayr ein
und schlug sein Lager auf.
Die
Büßer griffen ihn überraschend an und seine Truppen
flohen. Am nächsten Tag traf Ibn Numayr mit seinen Truppen
ein. Er rief
die
Büßer zur Kapitulation auf.
Die
Büßer wiederum riefen die
Umayyaden zur Kapitulation auf und forderten die
Auslieferung des Oberbefehlshabers
Ibn
Ziyad, da er hingerichtet werden sollte wegen seiner Rolle
zu
Aschura.
Die Schlacht begann am Mittwoch, dem 4. Januar 685 n.Chr.
Ibn Surad teilte
die
Büßer in drei Gruppen auf und schickte zwei, um die
Flanken der
Umayyaden anzugreifen, während er selbst in der Mitte
blieb. Am ersten Tag konnten
die
Büßer die
Umayyaden zurückschlagen, aber am nächsten Tag schickte
Ibn
Ziyad Schurahbil zurück, um unter dem Kommando von Ibn
Numayr zu kämpfen, und die zahlenmäßige Überlegenheit der
Umayyaden begann sich durchzusetzen. Obwohl sie sich
behaupteten, erlitten
die
Büßer schwere Verluste. Am dritten Tag der Schlacht waren
sie vollständig umzingelt.
Ibn Surad befahl seinen Männern, abzusteigen und zu Fuß
vorzurücken, um einen Zweikampf zu führen. Die Armee der
Umayyaden begann, Pfeile auf sie regnen zu lassen, und
die
Büßer wurden fast vernichtet.
Ibn Surad fiel durch einen Pfeilschuss und von den
verbleibenden vier Kommandanten wurden drei schnell
hintereinander getötet. Schließlich wurde das Banner
der
Büßer an den letzten Kommandeur, Rifa'a ibn Schaddad,
übergeben. Zu diesem Zeitpunkt erhielten
die
Büßer die Nachricht, dass ihre Anhänger aus al-Madain und
Basra
auf dem Weg waren, sich ihnen anzuschließen, aber sie waren
inzwischen vollständig zerstört worden, sodass Rifa, anstatt
auf die Verstärkung zu warten, sich mit einigen Überlebenden
zurückzog und in der Nacht nach al-Qarqisiya floh.
Die wenigen überlebenden
der
Büßer empfanden Reue darüber, dass sie ihr Gelübde, die
Opfer von
Aschura zu rächen, nicht erfüllt hatten. Sie schlossen
sich
Muchtar ibn Abu Ubaid Thaqafi an. Er übernahm die Parole
der
Büßer „Rache für Husain“. Zu seinen Mitstreitern gehörte
Ibrahim ibn Malik Aschtar. Mit seinen vereinten Kräften
eroberte er im Oktober 685 n.Chr.
Kufa.
Später schickte er unter
Ibrahim ibn Malik Aschtar eine beträchtlich große und
professionelle Armee von 13.000 Mann, die größtenteils aus
Infanterie bestand, in den Kampf gegen die
Umayyaden.
Ibn Malik Aschtar zerstörte die Armee der
Umayyaden in der Schlacht von Chazir und tötete
Ibn
Ziyad, Ibn Numayr und Schurahbil. Später eroberten die
Umayyaden ihre Macht zurück.