Chaldiran-Schlacht
Schlacht von Chaldiran

Aussprache: marakat dschaaldiraan
arabisch:
معركة جالديران
persisch:
نبرد چالدران
englisch:
Battle of Chaldiran

23.8.1514 n.Chr.

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Die Schlacht von Chaldiran war eine entscheidende militärische Auseinandersetzung zwischen dem Osmanischen Reich und den Safawiden. Sie fand am 23. August 1514 in der Region Chaldiran im heutigen Osten der Türkei nahe der Grenze zu Iran statt.

Sie gilt als eine der wichtigsten Schlachten der Geschichte in Westasien im 16. Jh. n.Chr.

Das Osmanische Reich wurde von Selim I. (Yavuz Sultan Selim) angeführt. Seine Armee verfügte über eine starke Artillerie, Janitscharen mit Feuerwaffen und eine gut organisierte Infanterie.

Ihnen gegenüber standen die Safawiden angeführt von Ismail I. er verfügte vor allem über Qizilbash-Reiter, stark religiös motivierte Krieger aber wenig Feuerwaffen.

Als Ursachen des Konflikts werden zumeist unter anderem religiöse Gegensätze angegeben, aber letztendlich ging es vor allem um Macht und Herrschaft. Angeblich soll es auch eine persönliche Rivalität zwischen Selim I. und Ismail I. gegeben haben.

Die Schlacht zeigte erstmals im Orient deutlich die Überlegenheit moderner Waffen. Das führte zur Niederlage der Safawiden. Schah Ismail I. wurde verwundet und musste sich zurückziehen.

In der Folge besetzten die Osmanen kurzzeitig die Hauptstadt der Safawiden Täbriz, konnten sie jedoch nicht lange halten.

Die Schlacht markierte langfristig die Grenze zwischen Anatolien (osmanisch)  und Iran (safawidisch). Diese geopolitische Linie besteht im Kern bis heute.

Die Schlacht zeigte, dass Kavallerie allein kann gegen Artillerie und Feuerwaffen nicht bestehen. Danach modernisierten auch viele islamische Armeen ihre Militärtechnik.

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