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Die St. Nicholas Kathedrale oder Russisch-Orthodoxe
Nikolaus-Kathedrale in
Duschanbe ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Sie steht an der Dustii Khalqho (ehem. Druzhby Narodov)
Straße 58, nahe dem Stadtfriedhof von Dushanbe. Die
Russisch-Orthodoxe Kirche ist die Kathedrale des Bistums
Duschanbe und Tadschikistan.
Die St. Nicholas Kathedrale wurde 1943 n.chr. im Zweiten
Weltkrieg errichtet, zu einer Zeit, als die sowjetischen
Behörden unter Josef Stalin die restriktive Haltung gegenüber
der Russisch-Orthodoxen Kirche zeitweise lockerten, sodass der
Bau möglich wurde. Die Kirche entstand als Zentrum für die
damals wachsende orthodoxe Gemeinde, die durch Zuwanderung und
administrative Präsenz russisch-orthodoxer Familien in der
sowjetischen Hauptstadt
Tadschikistans geprägt war.
Die Kirche ist in klassisch-orthodoxer Form als Kathedrale
errichtet worden, mit einem Hauptschiff und gewölbten Kuppeln,
typisch für orthodoxe Sakralbauten dieser Epoche.
Der Hauptaltar ist dem Heiligen Nikolaus gewidmet;
zusätzlich gibt es Seitenaltäre bzw. Thronräume für weitere
Heilige wie Johannes den Russischen und die Ikone
„Lebensspendende Quelle“ der
Maria
(a.).
Zwischen 2005 und 2011 wurde eine umfangreiche
Restaurierung und Rekonstruktion durchgeführt: neue Kuppeln,
überarbeitete Innenräume, Mosaiken, Ikonen und eine
freistehende Glockenturmstruktur wurden ergänzt bzw. erneuert,
um den ursprünglichen Charakter wiederherzustellen. Als
Kathedrale des russisch-orthodoxen Bistums in Tadschikistan
dient sie als spirituelles Zentrum der orthodoxen Minderheit
in einem überwiegend muslimischen Land.
Die orthodoxe Gemeinde in Tadschikistan ist eine der
kleinsten kirchlichen Gemeinschaften in Zentralasien, mit nur
wenigen hundert regelmäßigen Gemeindemitgliedern in Duschanbe
und anderen Städten. Trotz der geringen Zahl an Gläubigen
erfüllt die Kathedrale wichtige Funktionen: