.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Der Stephansdom ist das zentrale Wahrzeichen Wiens und
eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Mitteleuropas.
Seine Geschichte ist eng mit der politischen, religiösen und
militärischen Entwicklung Österreichs verbunden.
Die erste romanische Kirche wurde um 1137 begonnen. In der
Zeit vom 13. bis 15. Jh. n.Chr. erfolgte der Umbau zur
gotischen Kathedrale. Die Vollendung des Südturms (136,7 m
hoch wurde im 15. Jh. als Symbol städtischer Macht
abgeschlossen.
Der Dom war stets religiöses Zentrum politisches Symbol der
Habsburger und Ausdruck christlicher Identität im Heiligen
Römischen Reich.
Ab dem 14./15. Jh. n.Chr. rückte das
Osmanische Reich zunehmend nach Mitteleuropa vor. Wien
wurde zu einem Grenzraum zwischen
christlicher und
muslimischer Welt. Bei der ersten Belagerung Wiens (1529
n.Chr.) diente der Stephansdoms als Beobachtungspunkt
(Südturm). Die Glocken signalisierten Angriffe und wurden zum
Symbol des „standhaften Christentums“.
Auch bei der zweiten Belagerung Wiens (1683 n.Chr.) war der
Stephansdom zentrales Symbol des Widerstands. Der Stephansdom
wurde in dieser Zeit zu einem Symbol der Abgrenzung des
christlichen Europa gegen das
muslimische
Osmanische Reich. Wien galt als „Bollwerk des
Abendlandes“.
Im 18.–19. Jh. n.Chr. erfolgte ein Rückgang der
osmanischen Bedrohung. In dieser Zeit wird der Stephansdom
stärker als nationales Symbol und kulturelles Zentrum
betrachtet. Dennoch wird 1894 das
Türkendenkmal in Wien im Stephansdom aufgestellt.
Im 20. Jh. n.Chr. gab es Schäden im Zweiten Weltkrieg
(1945). Der Wiederaufbau diente als Symbol für:
österreichische Identität. Heute steht der Stephansdom nicht
mehr für militärische Abgrenzung sondern für kulturelles Erbe,
religiösen Dialog und Tourismus.

Foto S.Özoguz (2026 n.Chr.)