Alle Instrumente sind stationär und monumental, meist aus
Stein oder Ziegel gebaut und permanente, begehbare
Himmelsmessgeräte. Sie folgen geometrischen Prinzipien und
sind frei von optischen Linsen, auf mathematischer Astronomie
beruhen und auf visuelle Genauigkeit durch große Skalen
ausgerichtet.
Die Dschantar Mantar (Jantar Mantar) in Delhi ist ein
Knotenpunkt zwischen indischer,
islamischer und europäischer
Astronomie.
Die Methoden greifen auf Werke von
al-Biruni, al-Muhammad
ibn Musa al-Chwarizmi und Ptolemäus zurück – jedoch in
monumentaler, begehbarer Form. Der Komplex war der
Sternwarte von Maragha
ähnlich, jedoch ohne drehbare Instrumente, sondern
vollständig stationär.
Der Begriff „Dschantar Mantar (Jantar Mantar)“ ist eine
volksetymologische Umformung des Sanskrit-Ausdrucks: Yantra
Mantra, was „Instrument und Formel“ heißt. Daraus wurde im
Hindi: Dschantar Mantar (Jantar Mantar).
Ein Modell der Sternwarte von Dschantar Mantar ist im
Istanbuler Museum für Geschichte der Wissenschaft und Technik
im Islam ausgestellt.

Foto Y.Özoguz (2009 n.Chr.)