.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Das Streifen des Schlachtmessers vor Füßen des Ehepaares ist
ein lokaler Ritus in
Afghanistan.
Zur Ehrung eines frisch verheirateten Brautpaares gehört
die Opfergabe einer Tierschlachtung. Die
rituelle Schlachtung erfolgt in Anwesenheit des
Brautpaares. Nach der
Schlachtung wird das Messer, mit dem das Tier geschlachtet
wurde, kurz vor den Füßen des Ehepaares über den Boden
gestrichen, bevor es gereinigt und weggelegt wird.
Der Ursprung des Brauchs ist nicht rückverfolgbar. Das
Streifen des Messers kann symbolisch sein für die Übertragung
von Segen, Schutz und Reinheit auf das Ehepaar. Die
Schlachtung gilt als rituelle Handlung, die Reinheit und
Wohlstand bringen und Böses abwehren soll, und das Messer wird
dadurch quasi „geweiht“. Das Messer auf den Boden zu streifen
kann als ritueller Abschluss der
Opferhandlung betrachtet werden. Der Brauch ist in die
Region von
Chorasan begrenzt.