Sulaiman Schah
Sulaiman Schahs Mausoleum

Aussprache: dhariyh sulaymaan schaah
arabisch:
ضريح سليمان شاه
persisch:
آرامگاه سلیمان شاه
englisch:
Suleiman Shah’s Mausoleum

??? - ??? n.d.H.
??? - 1236 n.Chr.

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Das Mausoleum von Sulaiman Schah (türkisch: Süleyman Şah Türbesi) gilt als Grabstätte des Urvaters der Osmanen. Die Grabstätte war Schauplatz völkerrechtlicher Besonderheiten.

Sulaiman Schah (Süleyman Şah) gilt in der osmanisch-türkischen Überlieferung als Großvater von Osman I. und Vater von Ertughrul Gazi (Ertuğrul Gazi) und damit als Ahnherr der osmanischen Dynastie. Sulaiman Schah soll im 13. Jh. n.Chr. gelebt haben und um ca. 1236 n.Chr. gestorben sein. Laut Überlieferung starb er beim Überschreiten des Euphrat auf dem Weg von Zentralasien nach Anatolien. Historisch stammen viele Details aus späteren osmanischen Chroniken.

Die Grabstätte (Türbe) war jahrzehntelang ein einzigartiger Sonderfall im Völkerrecht. Der ursprüngliche Standort (bis 1970er Jahre) war Nähe von Qal'at Ja'bar am Euphrat, im heutigen Syrien. Die Grabstätte wurde bereits durch die Osmanen gepflegt. Sie galt als heiliger dynastischer Erinnerungsort für die Türken.

Die Besonderheit des völkerrechtlichen Status' nach dem Zweiten Weltkrieg besteht im Vertrag von Ankara (1921 n.Chr.). Zwischen der Türkei und Frankreich (dem Besatzer Syriens) wurde festgelegt: Das Mausoleum bleibt türkisches Eigentum. Die Türkei darf dort Soldaten stationieren, die türkische Flagge hissen und die Anlage militärisch schützen. Damit war die Grabstätte eine türkische Enklave auf syrischem Boden, was weltweit ein außergewöhnlicher Fall.

Der Bau des Tabqa-Staudamms war Grund für die erste Verlegung des Mausoleum im Jahr 1973 n.Chr. Denn es bestand die Gefahr der Überflutung des ursprünglichen Grabes. Der neue Standort war in Karakozak, das ebenfalls in Syrien liegt, aber erheblich näher zur türkischen Grenze. Der völkerrechtliche Sonderstatus blieb bestehen.

Mit Beginn des Syrischen Bürgerkriegs (2011–2015) wurde die Grabstätte militärisch schwer zu sichern, da sie von IS-Milizen bedroht war. Türkische Soldaten waren weiterhin dort stationiert, aber unter extremem Risiko.

Mit der Operation Schah Firat führte die Türkei im Jahr 2015 n.Chr. mit mehreren hundert Soldaten, Panzern und Luftunterstützung  eine militärische Evakuierungs- und Verlegungsoperation durch. Es erfolgte eine Evakuierung der sterblichen Überreste Sulaiman Schahs. Der neuer Standort liegt direkt an der türkisch-syrischen Grenze, bei Eşme. Der internationale Status ist heute politisch umstritten, aber militärisch faktisch abgesichert.

Foto 1921 n.Chr.

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