Surre Karawane
Surre Karawane

Aussprache: qaafilatus-surra
arabisch:
‎قافلة السُّرّة
persisch:
کاروان صُرّه
englisch:
Surre Procession

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Das Gemälde mit dem Titel „Surre Karawane“ ist eines der bedeutendsten Werke des Malers Stefano Ussi.

Es ist auch bekannt unter dem englischen Titel „Surre Procession“ oder „The Ottoman Hajj Caravan“. Im italienischen Original lautet der Titel des Gemäldes: „Il ritorno della carovana del Sürre“ (Die Rückkehr der Surre-Karawane oder manchmal auch verkürzt: „La carovana del Sürre“ (Die Surre-Karawane).

Das Wort „Sürre“ (italienisch meist so übernommen) stammt direkt aus dem Osmanisch-Türkischen سُرّه, das die Geld- und Geschenkspenden des Sultans für Mekka und Medina bezeichnet und auf die Surre Prozession zurückzuführen ist. Der Zusatz „ritorno“ (Rückkehr) bezieht sich auf den Moment nach dem Abschluss der Pilgerfahrt – also die feierliche Heimkehr der osmanischen Karawane, die ihre Mission erfüllt hat.

Das Motiv ist eine Prunk-Karawane aus dem Osmanischen Reich, die Geschenke und Spenden („Surre“) von Kairo nach Mekka zur Pilgerfahrt [hadsch] transportiert. Das Entstehungsjahr wird mit 1873 n.Chr. angegeben.

In dem Bild zeigt Ussi eine große festlich-aufgebaute Gruppe von Menschen, Pferden oder Kamelen, Zelten oder Pavillons, Fahnen und eine Menge von Personen, alles im Rahmen der Karawane, die Geschenke und Opfergaben transportiert. Das Werk visualisiert mehrere symbolisch wichtige Elemente:

bullet„Surre“-Geschenke (z. B. Kleidung, Geld, Stoffe, religiöse Gegenstände)
bullet Pilger, die sich der Karawane anschließen oder den Zug begleiten.
bulletOsmanische Militär- oder Begleittruppen, die die Karawane schützen.

Durch die Inszenierung wird einerseits die Größe und Pracht der Karawane vermittelt, andererseits wird die religiöse Bedeutung der Pilgerfahrt [hadsch] und der damit verbundenen staatlichen Präsenz betont.

Das Werk zählt zur Sammlung der „National Palaces“ (Osmanisches Museums-Ensemble) und gilt als das größte Bild dieser Sammlung. Es ist ist ca. 270,5 × 498,5 cm groß.

In viele anderen Museen befinden sich Nachdrucke des Gemäldes, so auch im Glas- und Kristallmuseum Beykoz (Beykoz Cam ve Billur Müzesi) (siehe Foto).

Foto Y.Özoguz (2025 n.Chr.)

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