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.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica. Cahit Sitki Taranci (Cahit Sıtkı Tarancı)
war ein bedeutender Lyriker der Republikzeit der
Türkei
und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der modernen
türkischen Dichtung des 20. Jh. n.Chr.
Er ist am 4.10.1910 in Diyarbakir als
Hüseyin Cahit geboren und absolvierte dort seine
Grundschulausbildung. Anschließend wechselte er zum Gymnasium
nach Galatasaray in
Istanbul. Er lernte sehr gut Französisch und studierte
deren Dichter. Weitere Studien absolvierte er in Paris. Aber
mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste er seine
Lerntätigkeit abbrechen und in die
Türkei
zurückkehren wo er bei der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı
als Übersetzer tätig war. Ab 1951 wurde er bereits in jungen
Jahren schwer krank (Lähmungen nach Schlaganfall). 1956 brachte man ihn nach Wien zur
Behandlung, wo er am 13.10.1956 starb. Sein früher Tod
verstärkte die tragische Wahrnehmung seiner Dichtung.
Seine Gedichte, die ihn vor allem erst nach seinem
Ableben berühmt gemacht haben, handeln oft von
Lebensfreude und vom
Tod.
Die Gedichte wurden später zu Büchern zusammengefasst und
veröffentlicht:
 | Ömrümde Sükût (1933) - Die ruhe in meinen Leben |
 | Otuz Beş Yaş (1946) - 35 Jahre Jahre |
 | Düşten Güzel (1952) - Schöner als ein Traum |
 | Sonrası (1957) - Die Zukunft |
 | Ziya'ya Mektuplar (1957) - Briefe an Ziya (keine
Gedichte) |
Seine Kurzgeschichten auf verschiedenen Zeitungen wurden
erst 1976 n.Chr. als Buch veröffentlicht.
Tarancı ist vor allem bekannt für seine existenzielle,
melancholische Lyrik, in der er Themen wie Zeit und
Vergänglichkeit, Tod, Einsamkeit und Sehnsucht nach Leben und
Glück. Seine Gedichte verbinden emotionale Tiefe mit formaler
Schlichtheit und sind bis heute fester Bestandteil des
türkischen Literaturkanons.
Einige seiner Gedichte hat
Prof. Annemarie Schimmel in Reimform ins Deutsche
übertragen. Siehe dazu
Liste der veröffentlichten Gedichte zum Islam. Im Park vor der
Ipekyolu Atatürk Kunstgalerie in Van (İpekyolu Atatürk Sanat
Galerisi) ist sein Gedicht „Ich
möchte ein Land“ (Memleket isterim) auf einer Tafel angebracht.
 Foto Y. Özoguz 2022 n.Chr. |