İbrahim Çallı
Ibrahim Tschalli (İbrahim Çallı)

Aussprache: ibrahiym dschalliy
arabisch:
إبراهيم جالّي
persisch:
ابراهیم چالی
englisch: Ibrahim Tshalli

13.7.1882 - 22.5.1960

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Ibrahim Tschalli (İbrahim Çallı) war einer der wichtigsten Maler der frühen modernen Türkei und der Namensgeber der sogenannten „Çallı-Generation“ (Generation 1914).

Er ist am 13. Juli 1882 in Çal in der Provinz Denizli im Osmanischen geboren. Daher der Beiname „Çallı“ (aus Çal).

Er kam als junger Mann nach Istanbul, arbeitete zunächst in verschiedenen Berufen und nahm nebenher Zeichenunterricht (unter anderem bei Roben Efendi). Mit Unterstützung von Şeker Ahmed Paşa wurde er 1906 an der Akademie der Schönen Künste in Istanbul aufgenommen.

1910 erhielt er ein Stipendium und studierte mehrere Jahre in Paris im Atelier von Fernand Cormon. Dort ließ er sich stark vom französischen Impressionismus (Monet, Pissarro, Sisley) beeinflussen.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs kehrte er nach Istanbul zurück, arbeitete in einem vom Kriegsministerium eingerichteten Künstleratelier und wurde Dozent an der Akademie der Schönen Künste; 1947 ging er dort in Pension.

Er gilt als Wegbereiter des Impressionismus in der Türkei und zentrale Figur der „Generation 1914“, einer Gruppe von Malern, die in Europa ausgebildet wurden und den französischen Impressionismus auf türkische Motive übertrugen (Bosphorus-Landschaften, Istanbul-Szenen, Porträts, Alltagsszenen). Sein späterer Einfluss reicht bis zu Gruppen wie „Müstakiller“ (Die Unabhängigen). Zu seinen Schülern zählt unter anderem Saim Özeren.

Er ist am 22. Mai 1960 in Istanbul gestorben. Sein Selbstporträt hängt im nach ihm benannten Saal im Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara. Dort ist auch sein Gemälde über Osman Hamdi Bey ausgestellt (siehe Fotos).

Selbstportrait von İbrahim Çallı

Osman Hamdi Bey gemalt von İbrahim Çallı

Fotos Y.Özoguz (2014 n.Chr.)

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