Vereshchagin
Wassili Wereschtschagin

Aussprache: faasiyliy faraschaaghin
arabisch: فاسيلي فرشاغن
persisch:
واسیلی ورشچگین
englisch:
Vasily Vereshchagin

28.10.1842 - 13.4.1904 n.Chr.

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Wassili Wereschtschagin war ein russischer Maler, Kriegsberichterstatter in Bildern und radikaler Antikriegskünstler, berühmt für seine schonungslose Darstellung der Grausamkeit des Krieges.

Wassili Wassiljewitsch Wereschtschagin ist am 26. Oktober 1842 in Tscherepowez (Russisches Reich) geboren und am 13. April 1904 in Port Arthur (heute Lüshunkou, China) gestorben.

Er war vor allem als Maler, Reisender und Augenzeuge militärischer Konflikte tätig und bekannt für seine realistische, oft schockierende Kriegsdarstellungen. Seine Ausbildung absolvierte er zunächst an der Marineakademie, dann an der Kaiserlichen Kunstakademie in St. Petersburg. Ihm wird eine frühe Abkehr vom akademischen Historienbild zugunsten direkter Beobachtung zugeschrieben. Wereschtschagin reiste mit Armeen, um das Kriegsgeschehen selbst zu sehen. Sein künstlerisches Profil gilt als radikaler Realismus. Wereschtschagin zeigte: nicht Heldenmut, sondern Leichen, Verwundete, Zerstörung, nicht Sieg, sondern Leid aller Beteiligten

Als berühmt-berüchtigt gilt sein Bild: „Die Apotheose des Krieges“ (1871). Ein Schädelberg in einer verwüsteten Landschaft wird als universelle Anklage gegen Krieg interpretiert. Zu seinen Themen und Serien gehören unter anderem:

bulletTurkestan-Serie (Zentralasien)
bulletBalkan- und Russisch-Türkischer Krieg
bulletIndien
bulletNapoleonische Kriege (spätere Historienbilder)
bulletHaltung zum Krieg

Obwohl er militärisch ausgebildet war, entwickelte er sich zu einem kompromisslosen Kritiker von Militarismus. Er war ein Künstler, der Krieg als moralische Katastrophe darstellt. Das führte dass er mit Zensur belegt wurde und Ausstellungsverbote ertragen musste. Sein Kunst führte zu heftigen Kontroversen in Russland und Europa

Wereschtschagin starb 1904 bei der Explosion des russischen Kriegsschiffs „Petropawlowsk“ während des Russisch-Japanischen Krieges, ironischerweise als Beobachter eines Krieges, den er künstlerisch stets angeklagt hatte.

Er gilt im Nachhinein als einer der ersten expliziten Antikriegsmaler der Kunstgeschichte und Vorläufer moderner kritischer Kriegsdarstellung. Sein Einfluss reicht weit über Russland hinaus, denn er Er verband journalistische Unmittelbarkeit mit moralischer Anklage.

Sein Gemälde „Timurs Grab“ befindet sich im Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara (siehe Foto), in dem er den Innenbereich des Gur-Amir-Mausloeum darstellt.

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)

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