M.A.Zaidan
Muhammad Amir Zaidan

Aussprache: muhammad amiyr zaydaan
arabisch:
محمد أمير زيدان
persisch:
محمد أمير زيدان
englisch:
Muhammad Amir Zaydan

22.7.1964 - heute n.Chr.

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Muhammad Amir Zaidan, auch bekannt als Amir Muhammad Adib Zaidan (أمير محمد أديب زيدان) ist ein Übersetzer des Quran ins Deutsche, der aus Syrien stammt.

Er ist am 22. Juli 1964 in Ruhaibeh in Syrien geboren. Er ist unter anderem bekannt dafür, dass er Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) war.

Amir Zaidan schloss 1982 sein Abitur in Syrien ab und studierte zunächst ein Semester Medizin. Im Jahr 1983 siedelte er nach Deutschland über und lernte die deutsche Sprache in Heidelberg. Anschließend studierte er einige Semester Mathematik  in Karlsruhe und einige Semester Kunststofftechnik in Darmstadt. Von 1993 bis 1996 absolvierte er ein Fernstudium zum Islam am „Institut Européen des Sciences Humaines“ (IESH) bei Château-Chinon in Frankreich. Nach weiteren Zwischenstaionen promovierte er im Januar 2016 im Fachbereich Islamische Rechtswissenschaft [fiqh] an der Fakultät für Islamische Studien in Novi Pazar/Serbien.

Zaidan engagierte sich in Deutschland für den Islam. 1994 gründete er mit den Vertretern der evangelischen Kirche, der katholischen Kirche und der islamischen Gemeinden die Islamisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft in Hessen (ICA-Hessen), deren muslimischer Vorsitzender er bis 2003 war. In dieser Funktion nahm er an zahlreichen Dialog-Veranstaltungen teil und fungierte auch als Mediator bei interkulturellen Konflikten.

Von 1997 bis 2003 war Zaidan Lehrbeauftragter im Fachbereich Vergleichende Religionswissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1998 gründete er eine deutschsprachige Zeitung von Muslimen in Hessen mit, das Freitagsblatt, bei dem er bis 2000 als verantwortlicher Redakteur für Islam und Interreligiöses tätig war. 2001 gründete er im Rahmen des IRH das „Islamologische Institut e. V.“ mit, dem er seither als wissenschaftlicher Direktor vorsteht. 2001 gründete Zaidan mit Vertretern der jüdischen Gemeinde, der christlichen Kirchen und islamischer Gemeinden das Abrahamische Forum, wo er bis 2003 im abrahamischen Team als muslimischer Vertreter, zusammen mit einer Jüdin und einem christlichen Theologen, aktiv war. Zaidan saß 2002 zusammen mit dem muslimischen Rechtsanwalt Norbert Müller und dem ehemaligen M.S.V.-Vorsitzenden Ibrahim El-Zayat im Vorstand der „Gesellschaft Muslimischer Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen e.V.“ (GMSG).[7]

2003 siedelte Zaidan um nach Wien, wo er als Direktor des Islamischen Religionspädagogischen Instituts (IRPI), einer Bildungsinstitution der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), zuständig ist für die Fort- und Weiterbildung der islamischen Religionslehrer in Österreich. Seit 2006 ist Zaidan Chefredakteur und Herausgeber der zweiten deutschsprachigen Zeitung von Muslimen in Österreich: Die Muslimische – Muslimische Allgemeine Zeitung. Die erste hieß Qiyam.

Zaidan ist vor allem bekannt für seine Quran-Übersetzung ins Deutsche: „Der edle Qur’an und die Übersetzung seiner Bedeutungen in die deutsche Sprache“. Zaidan übernimmt zahlreiche Fachbegriffe als nicht übersetzungsfähig im arabischen Original. So werden Worte wie Dschihad, Iman, Kufr, Nifaq, Wali und Zakat im Text nicht übersetzt, sondern in einem Anhang inhaltlich erläutert.

In den Medien der Westlichen Welt wird Zaidan unter anderem wegen einem Rechtsurteil [fatwa] aus dem Jahre 1998 kritisiert, die er als Vorsitzender des Fiqh-Rates der IRH unterzeichnete. Darin heißt es unter anderem: „Eine mehrtägige Reise mit Übernachtung außerhalb der elterlichen Wohnung ist für muslimische Frauen ohne die Begleitung eines Mahram-Verwandten, nicht erlaubt ...“. Damit verbot er allen muslimischen Schülerinnen die Teilnahme an mehrtägigen Klassenfahrten. Zwar wurde das Rechtsurteil [fatwa] nie von der breiten Mehrheit der Muslime anerkannt und auch kaum befolgt, aber sie führte dennoch zu Kontroversen. In der Folge wurde Zaidan auch vom Verfassungsschutz öffentlich kritisiert. Es folgte zahlreiche Gerichtsverfahren über die Zulässigkeit von Vorwürfen.

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