
Im Namen Gottes des Gnädigen, des Begnadenden
Zur Zeit des Propheten lebte ein armer Mann mit seiner
Familie. Als er wieder eines Morgens trockenes Brot aß, dachte
er nach. Er und seine Frau könnten ja die Armut ertragen, aber
die Kinder? Bis zu diesem Tag hatten sie niemals jemanden um
etwas gebeten. Jedoch wurde ihre Armut von Tag zu Tag
schlimmer.

Die meisten aus dem Volk waren in dieser Zeit neu zum Islam
übergetreten. Der Gesandte Allahs (s.) hatte nicht so viel
Geld, um alle Aren zu unterstützen. Auch Dieser Arme Mann war
einer der Gefährten des Gesandte Allahs. In diesen Tagen boten
die Feinde des Islam jedem Muslim Hilfe an, unter der
Bedingung, dass er den Islam aufgab. Aber das muslimische Volk
nahm dieses Angebot nicht an.

So bleiben dem armen Mann
zwei Möglichkeiten: Entweder würde er Hz. Muhammad, den
Gesandten Allahs (s.) verlassen und sich unter die Ungläubigen
einreihen, oder er würde Muslim bleiben.
Schließlich sprach er mit seiner Frau und entschied sich
dafür, den Gesandten Allahs, Hz. Muhammad (s.), um Hilfe zu
bitten.

Er verließ sein
Haus und machte sich auf den Weg zur Moschee. Da er dies zum
erstem Mal machte, war er sehr traurig. Aber die blassen,
abgezehrten Gesichter seiner Kinder trieben ihn dazu. die
Menschen, die Geld haben und nicht wissen, was sie damit
anfangen sollen, denken sie denn nicht an die armen Leute, die
gar nichts haben? Vielmehr häufen sie ihr Geld lieber noch
mehr an. Übersehen denn die Reichen die Armen, wenn sie ihnen
begegnen? Ob Allah wohl solche Leute liebt?

Der arme Mann verließ sein
Haus. Nachdem er die Straßen eine nach der anderen überquert
hatte, näherte er sich der Moschee. Aber in dem Augenblick,
als er in die Moschee eintreten wollte, dran eine Stimme an
sein Ohr: "Wir helfen jedem, der von uns Hilfe erbittet,
jedoch wird Allah denjenigen helfen, die nichts von anderen
erbetteln." Der Gesandte Allahs (s.) sprach zu dem Volk. Als
der arme Mann diese Worte hörte, trat er nicht in die Moschee
ein, sondern kehrte vor dem Moscheetor um und machte sich
wieder auf den Heimweg.

Er fragte sich: "Was soll ich jetzt tun? Soll ich wieder
Geduld haben?" Als der Mann nach Hause kam, sah er sich wieder
seinen hungrigen Kindern gegenüber. Diesen Abend verbrachten
sie mit ein wenig Essen. Die Gedanken, die er über die Lage
seiner Frau und die seiner Kinder wälzte, ließen ihm auch am
nächsten Tag keine Ruhe. Wie schlimm ist es doch für einen
Mann, wenn er seine Familie nicht versorgen kann. Dies
vergrößerte nur noch seine Not.

Als er nicht mehr ein- noch
aus wusste, entschloss er sich, wiederum dem Gesandten Allahs
(s.) seine Probleme mitzuteilen und ihn um Hilfe zu bitten.
Deshalb machte er sich auf den Weg zu dem Ort, an dem sich der
Prophet (a.) befand. Die Sonne schien heiß wie immer. Er
beschleunigte seine Schritte, um an den Ort zu gelangen an dem
sich der Prophet (s.) aufhielt. Dieses Mal drang eine
vertraute Stimme an sein Ohr, noch bevor er das Tor der
Moschee erreichte. Ja! Es war dieser Satz, den er gestern von
der Stimmte des Propheten gehört hatte: "Wir helfen jedem, der
von uns Hilfe erbittet, jedoch wird Allah denjenigen helfen,
die nichts von anderen erbetteln.

Er stand regungslos. Auch
diese Mal konnte er nicht mit dem Propheten sprechen und
machte auf dem Absatz kehrt. Unterwegs dachte er nach: Als er
nach Hause kam, war wiederum die Armut in seinem Hause zu
Gast.
Zu Hause konnten er und seine Frau wieder zu keinem
Ergebnis kommen. Schließlich kamen sie darin überein, dass er
ein drittes Mal zu dem Propheten (s.) gehen und ihn dieses Mal
bestimmt um Hilfe bitten würde. Aber wieder der gleiche Satz.
"Was es auch sei, es muss in diesem Satz sein!", dachte er und
sagte zu sich: "Ich werde mich nicht mehr auf die Hilfe
anderer verlassen. Wenn ich etwas arbeiten würde, dann hilft
mir Allah auch. Aber welche Arbeit kann ich verrichten?"

Es kam ihm in den Sinn, in die Wüste zu gehen, Holz zu hacken
und es auf dem Markt zu verkaufen. Er lieh sich eine Axt aus
und ging in die Wüste. Er hackte das Holz, der er gesammelt
hatte und ging in die Stadt. Als er das Holz verkauft hatte
und das Geld dafür einnahm, fielen ihm die Worte des Propheten
(s.) ein. Er sagte sich: "Wir müssen uns bemühen, damit Allah
uns hilft. Wie schön war es, dass ich über die Worte des
Propheten nachgedacht und danach gehandelt habe. Wenn ich
diese Arbeit nicht angenommen hätte, wäre ich jetzt ein
Bettler."
Diese Arbeit tat er auch an den folgenden Tagen, und langsam
kam er in die Lage, dass er sich eine Axt und andere Dinge
kaufen konnte. Dadurch, dass er sich eine Axt und andere Dinge
kaufen konnte. Dadurch, dass er seiner Arbeit weiterging,
kehrte die Armut seinem Haus den Rücken.

Als der Gesandte Allahs (s.) ihn eines Tages sah, lächelte er
und solgte folgende Worte: "Wir helfen jedem, der von uns
Hilfe erbittet, jedoch wird Allah denjenigen helfen, die
nichts von anderen erbetteln.
