Manifestierung und Unvergänglichkeit der Handlungen und
Errungenschaften des Menschen
Nach dem, was die Verse des Heiligen
Qur’ans und Botschaften und Berichte der religiösen
Autoritäten uns mitteilen, ist der Mensch ewig, und alle
unsere Taten werden irgendwie aufgezeichnet und für immer
festgehalten. Am Jüngsten Tag manifestieren und illustrieren
sich dann unsere Handlungen aus der Vergangenheit. Tugendhafte
Handlungen und Errungenschaften manifestieren sich in
schöner, attraktiver, gefälliger Gestalt und werden zum Quell
von Freude und Glück, während hingegen böses Tun sich in
häßlicher, ekelerregender, abscheulicher, Schrecken
einflößender, bösartiger Gestalt zeigt und zu einer Quelle von
Qual, Marter und Leid wird. Hier genügen drei Verse des
Heiligen Qur’an und eine Überlieferung zur Illustration dieser
Vorgänge.[1]
"Am Tag, da jeder vor sich versammelt
finden wird, was er an Gutem getan hat, oder an Bösem:
Wünschen wird er, daß ein großer Abstand wäre zwischen ihm und
jenem" (Heiliger Qur’an 3:30).
Dieser Vers vergegenwärtigt uns die
Situation des Menschen, der seine guten Taten als
wünschenswert und Wohlgefallen erzeugend erkennen wird, und
seine bösen Taten werden in schrecklicher und häßlicher
Gestalt vor ihm erscheinen. Er wünscht sich, diesen entfliehen
zu können, aber das wird nicht möglich sein; in der
jenseitigen Welt werden seine Taten, in manifestierter Gestalt
präsentiert, ein von ihm untrennbarer Teil sein.
" Und sie werden alles vorfinden, was
sie getan haben". (Heiliger Qur’an 18:49)
Generell meint dieser Vers dasselbe wie
der vorhergehende.
"Am jenem Tag werden die Menschen in
zerstreuten Gruppen hervorkommen, damit ihnen ihre Werke
gezeigt werden. Wenn dann einer (auch nur) das Gewicht eines
Stäubchens an Gutem getan hat, wird er es zu sehen bekommen.
Und wenn einer (auch nur) das Gewicht eines Stäubchens an
Bösem getan hat, wird er es zu sehen bekommen". (Heiliger
Qur’an 99:6-8)
Der Mensch ist ewig. Seine Handlungen und
Errungenschaften bleiben ebenso ewig erhalten. Mit anderen
Worten: Der Mensch lebt ewig mit seinen Handlungen und dem
moralischen Verhalten, das er in dieser Welt an den Tag gelegt
hat. Sie werden die ewigen guten oder schlechten Reserven und
wohlgesinnten oder bösartigen Gesellen eines jeden in der
Ewigkeit sein. In einem Bericht, der uns überliefert ist, wird
erzählt, wie einer Gruppe von auswärtigen Muslimen die Ehre
zuteil wurde, den Propheten Gottes (s.a.s.) zu treffen. Sie
baten ihn um ein paar Ratschläge. Da äußerte der heilige
Prophet einige Tatsachen, von denen eine folgendermaßen
lautete: "Da eure hiesigen Handlungen und euer Benehmen
eure jenseitigen lebendigen Freunde und Gesellen sein werden,
versucht, euch gute auszusuchen für die andere Welt".
Jemand, der an ein ewiges Leben glaubt, überlegt bei jedem
seiner Gedanken, bei jedem Schritt, in seinem Verhalten,
seinen Handlungen und seinem Benehmen, weil er weiß, daß jedes
davon fortbestehen wird und im voraus in die andere Welt
gesandt wird zur Aufbewahrung seines Lebenswandels hier.
Bezüglich der himmlischen Manifestationen der Taten in
Gestalt von Segnungen und Leiden am Jüngsten Tage siehe
auch die Behandlung der Auferstehung in dem Buch "Gottes
Gerechtigkeit" (adli ilahi), verfaßt von demselben Autor.