Die Göttliche Verbundenheit (Erzähler: Reza Hadi)
Eines Tages, Ibrahim war nach der Arbeit auf dem Weg nach
Hause. Als er in seine Straße kam, sah er für einen Moment den
Nachbarjungen, der mit einem jungen Mädchen sprach. Schnell
verabschiedete der Junge sich von ihr, da er Ibrahim nicht
gegenüberstehen wollte. Tage später wiederholte sich das
Ganze. Diesmal näherte sich Ibrahim den Beiden. Als das
Mädchen den jungen Mann verließ, begrüßte Ibrahim ihn und gab
ihm die Hand. Er wirkte verängstigt. Ibrahim hatte wie immer
ein Lächeln auf seinen Lippen. Ohne seine Hand loszulassen
begann er besonnen mit ihm zu reden und sagte: "So etwas gab
es hier in dieser Gegend bisher nicht, mein Freund. Ich kenne
dich und deine Familie gut. Wenn du wirklich dieses Mädchen
heiraten möchtest, werde ich mit deinem Vater darüber
reden..."
Der Junge fiel Ibrahim ins Wort und sagte: "Bitte nicht,
rede nicht mit meinem Vater darüber. Ich habe einen Fehler
gemacht, bitte nicht, Entschuldigung"
Ibrahim sagte: "Nein, du hast mich nicht richtig
verstanden, sieh, dein Vater hat ein großes Haus und du
arbeitest in seinem Geschäft. Ich werde heute Abend in der
Moschee mit ihm reden, wenn Gott will, kannst du sie heiraten,
das möchtest du doch, oder?"
Der Junge, der seinen Kopf hängen ließ, sagte ganz
verschämt: "Wenn mein Vater das erfährt, wird er wütend sein".
Ibrahim antwortete: "Ich werde deinen Vater überreden. Ich
kenne Hadji, er ist ein guter und logisch denkender Mensch.
Der Junge antwortete: "Ich weiß nicht, was ich dazu sagen
soll, mache bitte das, was du für richtig hältst", dann
verabschiedete er sich von Ebrahim.
Nach dem Abendgebet des selben Tages redete Ibrahim in der
Moschee mit dem Vater. Erst von der Wichtigkeit des Heiratens
selbst und dann, dass man bei einer guten Gelegenheit zum
Heiraten, unter der Bedingung man fände auch ein gutes
Mädchen, dies auch tun sollte. Dass, jedoch, sollte man eine
uneheliche Beziehung eingehen bei Gott Rechenschaft ablegen
müsste. Die Erwachsenen müssten den Jugendlichen helfen
heiraten zu können. Hadji bestätigte Ibrahims Worte. Als er
aber all das, was er gesagt hatte mit Hadjis Sohn verband,
wurde Hadji mürrisch! Ibrahim fragte: "Hadji! Wenn dein Sohn
sich vor Sünden behüten will und das bei der heutigen
gesellschaftlichen Lage, tut er dann etwas Falsches? Hadji
schwieg einen Moment und sagte: "Nein!"
Am nächsten Tag redete Ibrahims Mutter mit der Mutter des
jungen Mannes und ebenso mit der des Mädchens ...
Ein Monat war vergangen. Eines Abends als Ibrahim vom Bazar
nach Hause kam, sah er in seiner Gasse Festbeleuchtung. Er
lächelte zufrieden, weil er eine uneheliche Beziehung in
himmlische Verbundenheit umgewandelt hatte. Diese Ehe besteht
immer noch und das Ehepaar hat ihr schönes Leben Ibrahims
angemessenes Verhalten zu verdanken.