Imam Khomeinis Rückkehr (Erzähler: Hosseinollah Karam)
Es war Anfang des Monats Bahman. Uns wurde die
Verantwortung für eines der Eskortenteams zur Begleitung Imam
Khomeinis übergeben. Am 12. Bahman bewachte unser Team
bewaffnet das Ende der "Azadi" Straße. Ich werde niemals die
Ankunft Imam Khomeinis vergessen. Ibrahim kreiste wie ein
Schmetterling um seinen Führer. Nachdem der Wagen mit Imam
Khomeini vorbei gefahren war, versammelten wir uns und fuhren
mit Ibrahim zum Beheschte Zahra-Friedhof. Die Sicherheit des
Haupteingangs seitens der Qom-Landstraße war unsere Aufgabe.
Ibrahim stand neben dem Eingang, seine Seele allerdings war in
Behescht Zahra, wo Imam Khomeini seine Rede hielt. Ibrahim
meinte, jetzt wo der Besitzer der Revolution gekommen sei,
müssten wir ihm auch gehorsam sein und dass ab heute jedes
Wort von Imam Khomeini ausgeführt werden müßte.
Von diesem Tag an war Ibrahim voll beschäftigt. In den "Fadschr"
Tagen (das sind die zehn Tage von der Rückkehr Imam Khomeinis
bis zum Revolutionssieg) verschwand Ibrahim einige Zeit. Am
20. Bahman sah ich ihn wieder. Sofort fragte ich: "Ibrahim, wo
warst du? Deine Mutter macht sich große Sorgen.“
Er zögerte ein wenig und sagte dann: "In den letzten Tagen
waren ich und ein Freund bemüht die Personalien der
unbekannten Märtyrer herauszufinden, da sich niemand bei der
Gerichtsmedizin darum gekümmert hat."
***
Es war der 22. Bahman. Ibrahim und eine Anzahl der
revolutionären Jugendlichen konnten das vierzehnte
Polizeirevier besetzen und kontrollierten noch an demselben
Abend diese Gegend. Am nächsten Morgen wurde über das Radio
der Revolutionssieg verkündet.
Ibrahim war auch eine Zeit lang einer von Imam Khomeinis
Leibwächtern. Anschließend arbeitete er im"Ghasr" Gefängnis
als Bewacher. Er kooperierte auch mit den Jungendlichen des
Komitees bei ihren Einsätzen, trat aber offiziell nicht dem
Komitee bei.