Die Altersrente
Der alte Christ hatte nichts sparen
können, obwohl er sein Leben lang gearbeitet und sich abgemüht
hatte. Schließlich verlor er noch sein Augenlicht. Armut und
Erblindung im hohen Alter ließen ihm keinen anderen Ausweg,
als betteln zu gehen. Er stand am Rande der Straße und
bettelte. Die Leute hatten Erbarmen mit ihm und gaben ihm
kleinere Almosen. So fristete er kümmerlich sein Leben.
Eines Tages wurde Imam Ali (a.s.), der
dort vorbeikam, auf ihn aufmerksam. Imam Ali (a.s.) erkundigte
sich nach ihm, um zu erfahren, wie er in diese Lage geraten
konnte. Hatte er keine Kinder, die für seinen Lebensunterhalt
hätten aufkommen können? Gab es keinen anderen Ausweg, dem
alten Mann einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen, damit er
nicht betteln brauchte? Leute, die den Alten kannten,
bezeugten, daß er gearbeitet habe, solange er sehen konnte und
seine Kräfte reichten. Nun ist er alt und blind, nicht
imstande zu arbeiten und hat keine Ersparnisse, von denen er
leben kann. Es ist natürlich, daß er betteln geht. “Was ist
daran so natürlich?“, fragte Imam Ali (a.s.), “solange
er arbeiten konnte, habt ihr ihn ausgebeutet. Dieser Mann hat
gearbeitet und gedient, solange seine Kräfte reichten. Nun
sind die Regierung und die Gesellschaft verpflichtet, für ihn
zu sorgen, solange er lebt. Zahlt ihm Unterhalt aus der
Staatskasse.“ 21