Rechtschaffene

Auszüge aus

Geschichten der Rechtschaffenen

für Jung und Alt

Ayatollah Morteza Motahhari

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Die Altersrente

Der alte Christ hatte nichts sparen können, obwohl er sein Leben lang gearbeitet und sich abgemüht hatte. Schließlich verlor er noch sein Augenlicht. Armut und Erblindung im hohen Alter ließen ihm keinen anderen Ausweg, als betteln zu gehen. Er stand am Rande der Straße und bettelte. Die Leute hatten Erbarmen mit ihm und gaben ihm kleinere Almosen. So fristete er kümmerlich sein Leben.

Eines Tages wurde Imam Ali (a.s.), der dort vorbeikam, auf ihn aufmerksam. Imam Ali (a.s.) erkundigte sich nach ihm, um zu erfahren, wie er in diese Lage geraten konnte. Hatte er keine Kinder, die für seinen Lebensunterhalt hätten aufkommen können? Gab es keinen anderen Ausweg, dem alten Mann einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen, damit er nicht betteln brauchte? Leute, die den Alten kannten, bezeugten, daß er gearbeitet habe, solange er sehen konnte und seine Kräfte reichten. Nun ist er alt und blind, nicht imstande zu arbeiten und hat keine Ersparnisse, von denen er leben kann. Es ist natürlich, daß er betteln geht. “Was ist daran so natürlich?“, fragte Imam Ali (a.s.), “solange er arbeiten konnte, habt ihr ihn ausgebeutet. Dieser Mann hat gearbeitet und gedient, solange seine Kräfte reichten. Nun sind die Regierung und die Gesellschaft verpflichtet, für ihn zu sorgen, solange er lebt. Zahlt ihm Unterhalt aus der Staatskasse.“ 21

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