Rechtschaffene

Auszüge aus

Geschichten der Rechtschaffenen

für Jung und Alt

Ayatollah Morteza Motahhari

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Vor dem Richter

Ein Kläger reichte seine Klage bei dem mächtigen Khalifen der Zeit Umar ein. Die Parteien mußten vor dem Richter erscheinen, damit die Streitfrage behandelt werden konnte. Der Beklagte war Imam Ali (a.s.), der Vetter und Schwiegersohn des Propheten. Umar rief die Parteien zu sich und nahm selbst den Platz des Richters ein. Nach islamischer Vorschrift müssen die Parteien nebeneinander sitzen, damit der Grundsatz der Gleichheit vor dem Gericht gewahrt bleibt. Der Khalif rief den Kläger namentlich auf und gab ihm die Anweisung, dem Richter gegenüber zu stehen. Dann wandte er sich an Imam Ali (a.s.) und sagte: “Abu-l-Hassan, stelle dich neben den Kläger.“ Imam Alis (a.s.) Miene verfinsterte sich und zeigte Anzeichen von Unmut. Daraufhin fragte der Khalif: “Ali, möchtest du nicht neben deiner Streitpartei stehen?“ Imam Ali (a.s.) sagte: “Ich bin nicht betrübt, weil ich neben meiner Streitpartei stehen muß, sondern weil du die Gerechtigkeit nicht ganz berücksichtigt hast. Mich hast du respektvoll mit meinem Beinamen Abu-l-Hassan angeredet, aber meine Gegenpartei mit ihrem gewöhnlichen Namen. Das ist der Grund meines Unmuts.“ 14

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