Quran im Islam
Der Quran im Islam

Mehr zum Autor siehe: Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

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Der Quran im Islam

Das Wort Gottes

Der Prophet habe alle guten Gedanken, die ihm in den Sinn gekommen sind, Worte Gottes genannt. Das heißt, auch diese Gedanken stammten von ihm selbst, wie seine anderen Gedanken. Da sie jedoch heilige und lautere Gedanken seien, habe er sie Gott zugeschrieben. Der Prophet sei also der natürliche und Gott der förmliche Urheber dieser Gedanken. Doch die Behauptung, die Quranischen Verse seien Worte des Propheten oder eines anderen Menschen, wird im Quran ausdrücklich und kategorisch verneint. Dort heißt es, wenn sie Menschenworte sind, so soll man doch das gleiche über eines der Quranischen Themen (Glaubensbekenntnisse, Ethik, Gebote, Geschichte, Weisheit und Predigt) beibringen und dabei alles Erdenkliche zu Hilfe nehmen. Sollten sie jedoch scheitern, so werden sie feststellen, dass sie keine Menschenworte sind, sondern Gotteswort.[1]

„Wenn sich die Menschen und die Dschinn alle zusammen tun, um etwas beizubringen, was diesem Quran gleich ist, so werden sie das nicht können.“ [2]

Es heißt weiter: Wenn ihr behauptet, dass der Quran Muhammads (s.) Worte sind, dann bringt doch eine Sure gleicher Art bei von einem Menschen, der unter den gleichen Lebensumständen aufgewachsen ist wie unter seinen: Verwaist, ohne Ausbildung (durch Menschen) und aufgewachsen in den finsteren vorislamischen Zeiten.[3]

Des Weiteren heißt es: Warum machen sie sich keine Gedanken über den Quran, der während eines Offenbarungszeitraums von 23 Jahren keine Änderung in Stil, Rhetorik, Bedeutung und Wortlaut erfahren hat. Wäre er Menschenworte, unterläge er der Ordnung der Natur, würde sich wandeln und es würde viel Widerspruch in ihm zu finden sein.[4]

Diese Worte stehen mit der Idee einer formellen Urheberschaft Gottes selbstverständlich nicht im Einklang. Sie stellen vielmehr Gott als den einzigen Urheber des Quran dar. Davon abgesehen spricht der Quran in zahlreichen Versen von außerordentlichen, durch die gewöhnliche Ordnung der Natur nicht zu erklärenden Wundertaten, durch die die Propheten ihre Berufung unter Beweis stellten. Wäre die Berufung nur der Ruf des Gewissens und die Offenbarung nur die lauteren menschlichen Gedanken, so hätte es keinen Sinn, Beweise beizubringen oder zu Wundertaten zu greifen. Einige Autoren versuchen, diese deutlichen Wunder mit lächerlichen Erklärungen zu deuten. Doch jeder, der sich ihre Erklärungen ansieht, wird feststellen, dass im Quran etwas anderes gemeint ist, als diese Wissenschaftler behaupten.

Wir wollen hier nicht den Beweis antreten, dass Wunder und außergewöhnliche Taten möglich seien und dass der Quran richtig darüber berichtet habe, sondern wollen lediglich feststellen, dass der Quran ausdrücklich über die Wundertaten von Salih (a.), Abraham (a.), Moses (a.) und Jesus (a.) berichtet hat und dass es sich dabei um außergewöhnliche Begebenheiten handelt. Zum Beweis einer Gewissensregung braucht man jedoch keine Wundertaten.

[1] Vgl. Heiliger Quran 10:38 und 11:13

[2] Vgl. Heiliger Quran 17:88

[3] Vgl. Heiliger Quran 2:23

[4] Vgl. Heiliger Quran 4:82

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