Zivilisation und ...

Reise einer Wienerin in das Heilige Land

Ida Pfeiffer

Zum Inhaltsverzeichnis

Kairo

22. August 1842

Der Anblick dieser großen Hauptstadt Ägyptens ist lange nicht so imposant, als ich ihn mir vorgestellt hatte; sie liegt zu flach, und man sieht von ihren ausgedehnten Umgebungen von der Barke aus nur immer einzelne Teile. Die am Ufer liegenden Gärten sind üppig und schön.

Bei der Ausschiffung und auf dem Weg zum Konsulat hatte ich ein Abenteuer nach dem andern zu bestehen. Ich übergehe keines davon, so unbedeutend sie auch scheinen mögen; man kann wenigstens daraus entnehmen, wie man hierzulande mit den Leuten verfahren muß.

Gleich anfangs bekam ich Streit mit meinem Schiffspatron. Ich hatte ihm noch dreieinhalb Taler zu zahlen und gab ihm vier Stück hin, in der Meinung, daß er mir den Rest herausgeben sollte; dies tat er nicht, sondern wollte den halben Taler behalten, um ihn, wie er sagte, als Bakschisch unter die Matrosen zu verteilen, was er aber gewiß nicht getan hätte. Zum Glück war er so dumm, das Geld nicht einzustecken, sondern offen in der Hand zu halten. Ich riß ihm schnell ein Stück aus der Hand und schob es in die Tasche mit der Erklärung, daß er es nicht früher erhalten würde, als bis er mir den Rest in die Hand gegeben hätte; das Trinkgeld würde ich den Leuten schon selbst geben. Er schrie und lärmte und forderte beständig das Geld. Ich kümmerte mich aber nicht darum und packte ganz gelassen meine Sachen zusammen. Da er endlich einsah, daß mit mir nichts auszurichten sei, gab er mir den halben Taler, und wir schieden als gute Freunde. Dies Geschäft abgetan, mußte ich mich um ein Paar Esel umsehen, nämlich einen für mich und einen für mein Gepäck. Wäre ich ans Ufer gegangen, so hätten mich die Eseltreiber halb zerrissen, der eine hätte mich dahin und der andere dorthin gezogen. Ich hielt mich daher noch ein Weilchen ganz ruhig in meiner Kajüte, bis das ärgste Gedränge vorüber war und die Treiber niemand mehr vermuteten. Unterdessen sah ich vom Kajütenfenster ans Ufer und spekulierte, welcher Tiere ich mich gleich bemächtigen wollte; dann eilte ich rasch hinaus, und ehe sich's die Eigentümer dieser Langohren versahen, faßte ich schon ein Eselchen am Zaum und deutete auf das zweite. Nun war ich geborgen, denn die Eigentümer meiner Auserwählten verteidigten mich gegen die übrigen und gingen dann mit mir in die Barke, um meine Effekten zu holen.

Da kam ein Kerl herbei und reichte mein Köfferchen auf den Esel. Ich gab ihm für diesen kleinen Dienst einen Piaster; weil er mich aber allein sah, dachte er vermutlich, mit mir leicht fertig zu werden und zu bekommen, was er fordere. Er gab mir den Piaster zurück und verlangte vier. Ich nahm das Geld und sagte ihm (zum Glück verstand er ein wenig Italienisch), wenn er mit dieser Gabe nicht zufrieden sei, möge er mit mir auf das Konsulat kommen, dort würde ich ihm die vier Piaster geben, sobald man fände, daß er sie verdient habe. Das wollte er nicht, weil er wohl wußte, daß er für dies unverschämte Begehren einen tüchtigen Verweis bekommen würde. Er schrie und lärmte wie der Barkenkapitän; allein ich war taub dafür und ritt gegen die Douane. Da wollte er sich mit drei Piaster, dann mit zweien und zum Schluß sogar mit dem einen begnügen, welchen ich ihm auch hinwarf. An der Douane angekommen, streckte man mir die Hände von allen Seiten entgegen; der Hauptperson gab ich etwas, die andern ließ ich schreien. Nun ging es nach all diesen Quälereien der Stadt zu. Da stellte sich mir wieder eine neue Schwierigkeit entgegen. Mein Führer, ein Araber, fragte mich, wo er mich hinbringen sollte. Vergebens bemühte ich mich, es ihm zu erklären, er verstand mich nicht. Nun blieb mir nichts anderes übrig, als jeden wohlgekleideten Orientalen, dem ich begegnete, italienisch oder französisch anzureden, bis einer käme, der mich verstände. Zum Glück durfte ich nicht mehr als drei ansprechen; der letzte verstand Italienisch. Ich bat ihn also, meinem Führer zu sagen, er solle mich zum österreichischen Konsulat bringen, dies geschah, und nun hatten alle Unannehmlichkeiten ein Ende.

Nach einem Ritt von drei viertel Stunden auf einer sehr breiten schönen Straße, die an beiden Seiten mit großen, für mich ganz fremdartigen Akazien bepflanzt war, unter einem Gewühl von Menschen, Kamelen, Eseln usw. gelangte ich in die Stadt, deren Gassen meist eng sind und wo überall ein solcher Lärm und ein solches Gedränge herrscht, daß man glauben sollte, alles wäre in Aufruhr. Aber wunderbar teilte sich immer der unendliche Haufen, und unaufgehalten setzte ich meinen Weg nach dem Konsulat fort, das in einem schmalen kleinen Sackgäßchen verborgen liegt.

Ich ging sogleich in die Kanzlei und stellte mich dem Herrn Konsul mit der Bitte vor, mir ein solides Gasthaus zweiten Ranges anzuweisen. Herr Konsul C. nahm sich mit wahrer Güte und Herzlichkeit meiner an; er sandte gleich seinen Kawassen zu einem ihm bekannten Wirt, zahlte meinen Führer aus, bot dem Wirt streng auf, für mich gehörig zu sorgen, kurz er benahm sich menschenfreundlich wie ein wahrer Christ. Zu jeder Zeit stand mir sein Haus offen, und mit jedem Anliegen durfte ich mich an ihn wenden. Mit wahrem Vergnügen sage ich diesem würdigen Mann hier nochmals meinen herzlichsten Dank.

Ich hatte einen Empfehlungsbrief an einen Herrn P. abzugeben; der Herr Konsul war so gütig, gleich nach ihm zu schicken. Herr P. kam sehr bald und begleitete mich in den Gasthof.

Ich ersuchte Herrn P., mir vor allem andern einen Diener zu verschaffen, der entweder Italienisch oder Französisch spreche, und mir dann eine Einteilung von dem zu machen, was ich in Kairo zu besehen hätte. Herr P. erfüllte meine Wünsche mit der größten Bereitwilligkeit, und nach Verlauf einer Stunde war schon der Dragoman gefunden, und zwei Esel standen vor dem Haus bereit, mich und meinen Diener in der ganzen Stadt herumzutragen.

Das Gewühl, die Lebhaftigkeit und Geschäftigkeit in den Straßen Kairos sind unerhört, ja, was doch gewiß sehr viel sagen will, die belebtesten Städte Italiens halten keinen Vergleich damit aus.

Dazu sind viele Straßen so eng, daß, wenn sich beladene Kamele begegnen, die einen immer in ein Seitengäßchen geführt werden müssen, um die andern vorbeizulassen. In diesen engen Gassen begegnet man stets einem Schwall von Menschen, daß man wirklich bei jedem Schritt in großer Angst schwebt und gar nicht begreifen kann, wie man da durchzudringen vermag. Aus diesem Menschenknäuel ragen Reiter zu Pferd und zu Esel allenthalben heraus, und letztere erscheinen abermals als Pygmäen gegen die hohen stolzen Kamele, die selbst unter ihrer schweren Bürde die stolze Haltung nicht verlieren. Die Menschen schlüpfen oft unter den Köpfen dieser Tiere durch, und die Reiter drängen sich knapp an die Häuser, und durch dieses Gewirre windet sich wunderbar die Masse der vielen Fußgeher; die Wasserträger, die Verkäufer, die vielen Blinden, welche ihren Weg mit einem Stock suchen und einen Korb mit Obst, Brot und andern Lebensmitteln zum Verkauf auf dem Kopf tragen; die zahllosen Kinder, die teils in den Gassen umherlaufen, teils an den Häusern sitzen und spielen, und endlich die ägyptischen Damen, welche hier ebenfalls alle Besuche zu Esel machen und mit ihren Kindern und Negerinnen im Zuge daherkommen. Hierzu denke man sich noch das Ausrufen der Verkäufer, das Geschrei der Treiber und der Ausweichenden, das Geheul der ängstlich fliehenden Weiber und Kinder, das Gezänke, das sich oft dazwischen erhebt, und die ohnehin außerordentliche Lebhaftigkeit und laute Geschwätzigkeit dieses Volkes, und man kann sich einen Begriff davon machen, wie einem Fremden dabei zumute ist. Bei jedem Schritt war ich in Todesangst, und wenn ich des Abends nach Hause kam, fühlte ich mich ordentlich unwohl; da ich aber sah, daß doch nie ein Unfall geschah, gewöhnte ich mich endlich auch daran und folgte meinem Führer unbesorgt durch das ärgste Gewühl.

Die Straßen, oder besser gesagt die Gassen Kairos werden täglich einigemal mit Wasser begossen; auch sind überall Brunnen und große Gefäße mit Wasser zum Gebrauch für die Vorübergehenden angebracht. Die breiten Gassen sind mit Strohmatten überdeckt, um die Sonnenstrahlen aufzuhalten.

Die Tracht der Vornehmen ist die orientalische, nur haben die reichen Frauen den Kopf und das Gesicht in ein weißes leichtes Musselintuch gehüllt; den Körper umgibt eine Art Mantilla von schwarzem Seidenstoff. Dies verschafft ihnen ein sonderbares Aussehen. Wenn sie so daherritten, der Wind sich im Kleid fing und es auseinanderteilte, da sahen sie gerade aus wie Fledermäuse mit ausgespannten Flügeln.

Von den Franken tragen sich viele orientalisch, die Fellachen gehen beinahe nackt, und ihre Weiber haben nichts als das blaue Hemd an.

Die Vornehmen und Reichen sieht man wie im ganzen Morgenland immer nur zu Pferd; doch gefielen mir die ägyptischen Pferde nicht so gut wie die syrischen, sie kamen mir nicht so schlank und fein gebaut vor.

Die Einwohner, deren Zahl bei zweihunderttausend betragen soll, bestehen aus Arabern, Mamelucken, Türken, Berbern, Negern, Beduinen, Christen, Griechen, Juden usw. Alle, Dank sei dem mächtigen Arm Mehmed Alis, wohnen friedlich untereinander.

Häuser zählt Kairo fünfundzwanzigtausend; sie sind aber ebenso garstig und unregelmäßig wie die Gassen. Meist aus Lehm, ungebrannten Ziegeln oder Steinen erbaut, haben sie enge, kleine Einlaßpförtchen und unregelmäßig angebrachte Fenster, die mit hölzernen, dem Auge undurchdringlichen Gittern versehen sind. Im Innern aber herrscht wie zu Damaskus Pracht und Luxus; der Reichtum an frischem Wasser fehlt.

Die ganze Stadt ist mit Mauern und Türmen umgeben, von einem Kastell beschützt und in viele Quartiere geteilt, die durch Tore, welche nach Sonnenuntergang geschlossen werden, voneinander abgesondert sind. Auf den Höhen um Kairo liegen einige Schlösser aus der Zeit der Sarazenen.

Als ich kreuz und quer in der Stadt herumritt, hielt mein Führer plötzlich an, kaufte eine Menge Brot und bedeutete mir, ihm zu folgen. Ich dachte, in eine Menagerie geführt zu werden, in welcher er dieses Brot den Tieren vorwerfen würde.

Wir traten in einen Hof, um welchen zu ebener Erde Fenster liefen, die durch eiserne Stäbe fest verwahrt waren. Als wir zum ersten kamen, warf mein Diener ein Stück Brot hinein; wer stellt sich aber mein Entsetzen vor, als statt eines Löwen oder Tigers ein alter, abgemagerter, ganz nackter Mensch hervorstürzte, das Brot gierig aufraffte und mit dem größten Heißhunger verzehrte. Ich befand mich im Narrenhaus! In der Mitte dieser dunklen, unreinen Löcher ist ein Stein befestigt, von welchem zwei eiserne Ketten auslaufen, an denen einer oder zwei dieser Unglücklichen mittelst eines eisernen Halsringes angeschmiedet sind. Da starren sie heraus, das Gesicht gräßlich verzerrt, Haare und Bart struppig und verwildert, der Körper abgemagert, das Mark des Lebens vertrocknet. In diesen unreinen, stinkenden Ställen bleiben sie, bis sich Gott ihrer erbarmt und sie durch den Tod dieser schmachvollen Ketten, die die Armen an solch ein schauderhaftes Leben fesseln, entledigt. Geheilt wurde noch keiner. Diese Behandlung ist wohl nur geschaffen, einen halbverrückten Menschen vollends wahnsinnig zu machen. Und die Europäer loben Mehmed Ali! Ihr armen Wahnsinnigen, ihr armen Fellachen, stimmt ihr auch mit in dieses Lob?

Der neue Palast Mehmed Alis ist ziemlich hübsch, die Einrichtung größtenteils europäisch. Die Zimmer, man kann sagen die Säle, sind ungemein hoch und zierlich ausgemalt oder mit Seidenstoffen, Tapeten usw. bekleidet. Große Wandspiegel vervielfältigen die Gegenstände, herrliche Diwane sind an den Wänden angebracht, und wunderschöne Tische, einige aus Marmor, andere mit eingelegter Arbeit oder mit Prachtgemälden verziert, stehen in den Zimmern, in deren einem ich sogar ein Billard fand. Der Speisesaal gleicht ganz einem europäischen. In der Mitte steht ein großer Tisch, an der einen Wand zwei Kredenzkästen, an der andern schöne Sessel. In einem der Zimmer hing ein Ölgemälde, das Bildnis seines Sohnes, des Ibrahim Pascha.

Dieser Palast ist von einem kleinen Garten umgeben, der sich aber weder durch besondere Gewächse noch durch schöne Anlagen auszeichnet. Die Aussicht von einigen Zimmern sowohl als auch vom Garten aus ist wunderschön.

Gegenüber dem Palast wird eine große Moschee gebaut, welche sich Mehmed Ali als Grabesstätte errichten läßt. Vermutlich muß er noch auf manches Lebensjahr rechnen, denn noch viel und lange muß gearbeitet werden, um diesen schönen Bau zu vollenden. Die Säulen und Wände der Moschee sind mit dem schönsten gelblich-weißen Marmor verkleidet.

Die genannten Bauten, der Palast samt Garten und die Moschee, nebst einem Kastell stehen auf einem hohen Fels, zu welchem von Kairo aus nur eine einzige breite Straße führt. Hier übersieht man ein dreifaches Meer: von Häusern, vom ausgebreiteten Nil und von Sand, auf welchem die hohen Pyramiden in der Ferne wie einzelne Nadeln stehen. Das Gebirge Mokkatam schließt den Hintergrund, und eine Menge der herrlichsten Gärten und Dattelhaine umgeben die Stadt. Mit einem Blick übersieht man die grellsten Gegensätze. Die üppigste Natur umschließt die Stadt gleich einem Kranz, darüber hinaus sieht man die einförmige Wüste. Die Farbe des Nils ist geradeso wie jene des Sandes, welcher seine Ufer bildet, und die Abstufung daher unmerklich.

Auf dem Rückweg begegnete ich vielen Fellachen, die ganze Körbe Datteln trugen; ich ließ gleich einen davon anhalten, um diese Götterfrucht zu kaufen. Leider waren sie aber noch unreif, hart, von Farbe ziegelrot und schmeckten so schlecht, daß ich nicht eine genießen konnte. Erst acht oder zehn Tage später gab es reife. Diese hatten die braune Farbe der getrockneten, die zarte Haut ließ sich leicht abstreifen, und sie behagten meinem Geschmack besser wie die getrockneten, weil sie fleischiger und nicht so süß sind wie diese. Eine noch viel köstlichere Frucht, die edelste in Syrien und Ägypten, ist die Banane, die beinahe feiner schmeckt als Ananas und deren Fleisch so zart ist, daß es im Mund zerfließt. Diese Frucht läßt sich nicht trocknen, man kann sie daher nicht ausführen. Zuckermelonen und Pfirsiche gibt es im Überfluß, sie waren aber nicht sehr schmackhaft. Die Weintrauben fand ich in Alexandria besser.

Die Bazare, die wir von allen Seiten durchritten, zeigten gar nichts Besonderes an Stoffen oder eigentümlichen Kunst- und Naturprodukten.

Ich brachte im ganzen acht Tage in Kairo zu und benützte diese Zeit von früh morgens bis abends zur Beschauung der Merkwürdigkeiten.

Von Moscheen besah ich nur zwei, jene des Sultans Hassan und die des Amr ibn el As. Um in erstere zu gelangen, mußte ich meine Schuhe ausziehen und in den Strümpfen über den mit großen Steinplatten gepflasterten Hof schreiten. Die Steine waren von der großen Hitze so glühend, daß ich laufen mußte, um mir die Fußsohlen nicht zu verbrennen. Über die Schönheit des Baues kann ich kein Urteil fällen, er ist zu einfach, als daß ein Nichtkenner die Schönheiten desselben herausfinden könnte. Die Moschee Amr ibn el As' gefiel mir besser, sie hat mehrere Hallen, die durch viele Säulen gestützt werden. Nach meiner Ansicht dürften die Moscheen in Kairo aus einer älteren Zeit herrühren und ein ehrwürdigeres Ansehen haben als jene zu Konstantinopel, welche mir dagegen eleganter und großartiger vorkamen.

So besuchte ich auch die Insel Roda, die gewiß den Namen eines der schönsten Gärten verdient. Sie liegt Alt-Kairo gegenüber im Nil und soll ein Lieblingsspaziergang der Städter sein. Ich war jedoch zweimal dort und traf niemanden. Der Garten ist groß und enthält alle Gattungen tropischer Gewächse; hier sah ich das Zuckerrohr, das so ziemlich das Aussehen eines türkischen Maiskornstammes hat; die Baumwollstaude, die fünf bis sechs Schuh hoch wächst; die Banane, die kurzstämmige Dattelpalme, den Kaffeebaum usw. Von Blumen erblickte ich ebenfalls eine Menge, die man bei uns nur mit großer Sorgfalt im Treibhaus erzielt. Diese gesamte Pflanzenwelt ist äußerst sinnig geordnet, schön gehalten und prangt in einer Frische sondergleichen. Die ganze Insel wird nämlich durch künstliche Kanäle des Abends unter Wasser gesetzt, was in Ägypten bei allen Pflanzungen der Fall ist, sonst wäre es bei dieser Hitze wohl nicht denkbar, daß alles so herrlich, frisch und grün gedeihe. Die Sorge und Aufsicht über diesen Feenhain ist einem deutschen Ziergärtner anvertraut, was ich leider zu spät erfuhr, sonst würde ich ihn aufgesucht und über manches um eine Erläuterung gebeten haben.

In der Mitte des Gartens steht eine schöne Grotte, welche von außen und innen mit den verschiedensten Muscheln des Roten Meeres überkleidet ist und einen überraschenden Eindruck macht. An dieser Stelle, zu der mehrere Wege führen, die sämtlich statt mit Sand mit kleinen Muscheln bestreut sind, soll Moses im Binsenkörbchen gefunden worden sein. Gleich am Garten befindet sich eine Sommerwohnung Mehmed Alis.

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de