Die 50 Rechte im Einzelnen (16-20)
16. Das Recht desjenigen, der dich
aufgrund seines Vermögens anleitet und erzieht, besteht darin,
dass du ihm gehorchen sollst und ihm nicht widerstrebst, es
sei denn, dass dein Gehorsam die Unzufriedenheit Gottes nach
sich ziehen würde, denn es kann keinen Gehorsam gegenüber
einem Geschöpf geben, wenn dies Ungehorsam gegenüber Gott
bedeutet. Es gibt keine Macht und keine Stärke außer bei Gott.
Dann kommen die Rechte derjenigen, die deiner Fürsorge
bedürfen
17. Das Recht derjenigen, die deiner
Fürsorge unterstellt sind und die deiner durch Autorität
bedürfen, besteht darin, dass du weißt, dass diese durch ihre
Schwäche und deine Stärke deiner Fürsorge bedürfen. Daher ist
es für dich verpflichtend, dass du sie gerecht behandelst und
für sie wie ein barmherziger Vater bist. Du soltest ihnen
ihre Unwissenheit vergeben und sie nicht bestrafen. Ferner
solltest du Gott, dem Erhabenen, für die Macht danken, die Er
dir über sie verliehen hat. Es gibt keine Stärke außer bei
Gott.
18. Das Recht derjenigen die deiner
Fürsorge aufgrund deines Wissens bedürfen, besteht darin, dass
du wissen solltest, dass Gott, der Erhabene, dich nur aufgrund
von Wissen, dass Er dir gab, und durch die Schätze, die Er dir
öffnete, zu ihrem Versorger gemacht hat. Wenn du die Menschen
gut belehrst und sie nicht schroff behandelst und nicht
verärgerst, dann wird Gott deinen Lohn vermehren. Aber wenn du
dein Wissen ihnen gegenüber zurückhältst, wenn sie Wissen bei
dir suchen, dann ist es das Recht Gottes, dich des Wissens zu
berauben und dich von Seiner Majestät abzuschneiden; und es
ist Sein Recht, dass Er dich dann von den Herzen der Menschen
entfernt.
19. Das Recht deiner Frau, die dir durch
die Ehe anvertraut ist, besteht darin, dass du weißt, dass Er
sie für dich zu einem Wohnort und einer Ruhestätte, einer
Vertrautheit und zu einem Schutz gemacht hat. Beide habt ihr
Gott für den jeweiligen Gefährten zu preisen, und ein jeder
soll wissen, dass dies eine Gnadengabe Gottes ist. Deshalb ist
es eine Pflicht, dass er die Freundschaft mit dieser
Gottesgabe gut pflegt, das heißt, dass er sie ehrt und ihr ein
guter Gefährte ist. Wenn es auch so ist, dein Recht ihr
gegenüber ist viel schwerwiegender und verpflichtender; du
musst sie mit Barmherzigkeit und Gnade behandeln, denn sie ist
wie eine Abhängige, die du mit Kleidung und Nahrung versorgst.
Wenn sie unachtsam sein sollte, dann solltest du ihr vergeben.
Es gibt keine Stärke außer bei Gott.
20. Das Recht deines Dieners
besteht darin, dass du dir bewusst sein solltest, das dieser
ein Geschöpf deines Herrn ist, der Sohn deines Vaters und
deiner Mutter, dein Fleisch und Blut. Du verfügst über ihn, du
hast ihn aber nicht erschaffen. Gott hat ihn erschaffen. Du
hast weder eines von seinen Gliedern erschaffen, noch
versorgst du ihn, im Gegenteil, Gott versorgt dich und ihn
reichlich. Denn Er hat ihn dir unterstellt, dir anvertraut und
ihn bei dir gelassen, dass du ihn mit dem Guten beschützt, das
Er dir gab. Behandle ihn deshalb freundlich, wie auch Gott gut
zu dir ist. Wenn du ihn aber nicht magst, dann ersetze ihn,
aber quäle nicht ein Geschöpf Gottes. Es gibt keine Stärke
außer bei Gott.