Gesamtergebnis
Wir wollen nun die Thermen,
die in diesem Buch behandelt sind und die sich daraus
ergebenden Folgerungen zusammenfassen. Wir begannen mit dem
Aufstieg des Menschen, der in Höhlen lebte, von einer
primitiven tier-ähnlichen Seele zum hochentwickelten Mitglied
des Atom-Weltzeitalters und seiner im Überfluss lebenden
technologischen Gesellschaft.
Wir bewerteten diese
Gesellschaft, wie sie sich im Abendland zeigt und untersuchten
dann ihre Wechselwirkung mit dem gemächlicheren Orient, wobei
wir das mit den Reaktion eines Iraners auf seinen Aufenthalt
in Europa illustrierten.
Wir untersuchten die Gründe
für die Ausbreitung des Christentums und nahmen dann die
Geschichte seines Aufstiegs, seine Aufsplitterung in Sekten
und deren Auswinkungen auf die Welt unter die Lupe, nicht
zuletzt bei den anti-islamischen Propaganda, die mit einer
Wildheit beehrt wird, wie sie nur einem wirklich gefürchteten
Rivalen zuteil wird. Wir sahen den Islam und das Christentum
von Angesicht zu Angesicht in Afrika.
Wir bedachten das Streben
nach Glück in einer maschinellen Kultur, ihre Anbetung des
Sex, ihr wildes Suchen nach materialistischen Sensationen und
die Reaktion den „Drop-outs“, die gegen diese graue Monotonie
revoltieren.
Wir sahen die Wirkungen der
Permissivität beim Alkohol; die verzweifelten Kontraste
zwischen Reich und Arm, welche dank der Unverantwortlichkeit
derer, die aufgrund ihrer Religion sich darum kümmern sollten,
überhaupt zugelassen sind; die blutigen Kriege, welche
ausgerechnet von Parteigängern der Gesellschaft für den
Tierschutz geführt werden; die Rassendiskriminierung und den
Zusammenbruch der Familie; künstliche Verknappungen
lebenswichtigen Güter, die durch starres Festhalten an
überkommenen Rechten bei bestimmten unentbehrlichen Rohstoffen
für den Welthandel gesteuert werden.
Teil 2 wandte sich dem zu,
was der Islam dieser zerrütteten Welt zu bieten hat: seine
Lehre vom Menschen, von Ewigkeit und Gericht, vom
Zusammenleben auf der Erde und den Pflichten der Einzelnen
hierbei; seine Betonung der Vernunft; sein
Erziehungsprogramm; die sich daraus ergebenden politischen
Folgerungen und seine Forderung, das jeder menschliche Wille
sich völlig nach dem Obersten Willen des Schöpfers alles
Sichtbaren und Unsichtbaren ausrichte.
Teil 3 beschäftigte sich mit
der Art, wie der Islam soziale Probleme anpackt:
Alkoholismus, Familienleben, Rassismus, Klassenkampf und
Weltfrieden.
Zum Schluss fragten wir: Wo
steht der Islam heute, was ist seine Aufgabe, welche Rolle
sollte und könnte er übernehmen, wo es darum geht, der
Menschheit aus dem Morast zu helfen, in welchen die
spalterischen Materialismen von Ost und West uns alle
miteinander zu stürzen drohen?
Das Bestreben war,
gewissenhaft fair zu sein, nur bekannte Tatsachen aufzuführen,
Schlüsse aus diesen Tatsachen zu ziehen und das Bild einer
Welt zu zeichnen, wie sie sein könnte. Auf einem bloß
materialistischen und menschlichen Niveau könnte man Gründe
für einen illusionslosen, verzweifelten Pessimismus finden.
Aber die Wunden der Wiedergeburt, welche sich immer wieder in
der Geschichte der Menschheit ereignet haben, das Wissen um
die großen Gaben, welche der Schöpfer Seinen Geschöpfen
eingepflanzt hat, die Gewissheit Seines verzeihenden und
erbarmenden Mitgefühls gegenüber all denen, die Er auf diese
Erde gesetzt hat, und vor allem der Glaube, den jene erfahren,
die ihr Vertrauen auf Ihn setzen und in täglichem Gebet
suchen, sich Ihm zur Verfügung zu stellen, da sie ja den
geraden Weg geführt werden wollen, sie alle verleihen uns den
Optimismus einer festen Hoffnung.
Wir schließen daher mit
inscha’Allah (Wenn Gott es will) werden alle Dinge zum Guten
sich wenden. „Das inscha’Allah“ des Muslims nicht ist, wie
einige Abendländer fälschlich behauptet haben, ein passiver,
nichtstuerischen Fatalismus, der alles, was kommt, hinnimmt,
ohne einen Finger zu rühren um den Lauf der Dinge zu
gestalten; es ist im Gegenteil ein aktives Einreihen in Gottes
Dienst, um Ihm mit jenem Gehorsam zu dienen, der ein williger
Sklave dem wohltätigen Herrn sowohl schuldet wie schenkt, weil
er Ihm Herz und Seele verdankt. Wenn genug Frauen und Männer
auf der Welt sich jenen kämpferischen Gehorsam des „Abidien“
(Dienerschaft) zu eigen machen, wer kann daran zweifeln, das
die Allmächtige Vorsehung wieder die Fülle ihrer Gnade auf
eine untergehende Welt ergießen wird?