Gedichte im Islam
Muhayyer zur Hyanzinthe  (Muhayyer Sünbüle)

von Hüsrev Hatemi

Muhayyer Sünbüle

Bu rüzgârla, şimdi çoktan unuttugum

Tarlalarda başaklar egiliyor;

Degirmen miydi depo mu, o yıkık...

Terkedilmiş yapının bacasında,

Derin düşüncelerde iki leylek;

Birisi ayakta ve çökmüş digeri.

Bu rüzgâr, şimdi deniz kokusunu,

O kadîm sâhilde gezdirirken

Bir şeyi yapamayacak yalnız...

Ölmüş güzellerin saçlarını,

-Onları ben unutmamış olsam da-

Artık dagıtmayacak bu imkânsız.

Duyulan bir sünbülün şarkısı mı?

Sünbül, eski saçların anısı;

Sanırım bizim de ardımızda...

Ölüm, zaman ormanının parsı...

Muhayyer zur Hyanzinthe

Mit diesem Wind beugen sich nun die Ähren auf Feldern, die ich längst vergessen habe;

 

war es eine Mühle oder ein Speicher, jener verfallene Bau

 … Im Schornstein des verlassenen Gebäudes

zwei Störche in tiefem Nachsinnen;

der eine steht, der andere ist eingesunken.

Dieser Wind trägt nun den Duft des Meeres

entlang jener uralten Küste –

doch eines vermag er nicht:

das Haar der verstorbenen Schönen,

– selbst wenn ich sie nicht vergessen habe –

wird er niemals mehr zerstreuen; das ist unmöglich.

Ist es das Lied einer gehörten Hyazinthe?

Die Hyazinthe – Erinnerung an einstiges Haar;

ich denke, auch hinter uns lauert der Tod,

der Panther des Waldes der Zeit …

Anmerkung zur Nuance:
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„Muhayyer“, verweist auf einen klassischen Makam (Tonmodus) der osmanischen Musik, daher nicht übersetzt

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„sünbül“,„Hyazinthe“, oft auch Metapher für Haarlocken in der persisch-osmanischen Dichtung

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„kadîm sâhil“,„uralte Küste“ (zeitlich-tiefen Metapher)

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„ölmüş güzeller“,„verstorbene Schöne“ (bewusst würdevoll, nicht trivialisiert)

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„zaman ormanının parsı“, starkes Bild: „Panther des Waldes der Zeit“ ist Tod als lauernde, unausweichliche Kraft

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